Wenn die Maschine den Service anruft

Der SAP-Partner All4cloud wird auf der Messtechnikmesse Sensor + Test vom 26. bis zum 28. Juni 2018 in Nürnberg ein besonderes IIoT-Szenario live zeigen: von der Störung bis zur Rückmeldung eines Technikers, auf Basis der Cloud-ERP-Lösung SAP Business Design und dem dafür spezialisierten Add-On 'eam4cloud'.

18. Mai 2018
Maschine an Service, Maschine an Service, so könnte es schon bald durch Fertigungshallen schallen. Denn der SAP-Partner All4cloud wird auf der Messtechnikmesse Sensor + Test in Nürnberg solch ein IIoT-Szenario live zeigen . Bild: All4cloud
Bild 1: Wenn die Maschine den Service anruft (Maschine an Service, Maschine an Service, so könnte es schon bald durch Fertigungshallen schallen. Denn der SAP-Partner All4cloud wird auf der Messtechnikmesse Sensor + Test in Nürnberg solch ein IIoT-Szenario live zeigen . Bild: All4cloud)

Der deutsche Industrial-IoT-Markt wird sich laut All4cloud in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppeln auf rund 16,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2022. Die zustandsorientierte Instandhaltung wird bei Unternehmen enorm wichtig werden, weil sich dadurch Abläufe in der Instandhaltung und im Service beschleunigen lassen. Darüber hinaus dient sie als Datengrundlage, um diese vorausschauend planen zu können.

„Es wäre doch toll, wenn eine Maschine selbst den Service benachrichtigt“, sagt Detlef Aden, IoT- und Digitalisierungsexperte bei All4cloud, „beispielsweise dann, wenn eine Anomalie oder Störung auftritt.“

So lassen sich Maschinen innerhalb kürzester Zeit wieder betriebsbereit machen – ohne, dass das Hauptgeschäft massiv beeinträchtigt wird. Ohne Zeitverlust melden Sensoren und Zähler jede Normabweichung oder Störung. Wann dies geschieht, lässt sich im Vorfeld definieren, anhand von hinterlegten Regeln. Eine solche Regel könnte lauten: „Lieber Sensor, melde bitte sofort, sobald die Vibrationen einer Maschine das definierte Normlevel überschreiten.“ Auf diese Weise leisten Sensoren dem Service bereits heute gute Dienste.

Zahlreiche Pluspunkte

Zum einen werden Wartungen nicht mehr vergessen, weil die Maschinen melden, dass diese anstehen. Zum anderen lassen sich Wartungs- und Inspektionsaufträge automatisch planen, initiieren und zuteilen – verbrauchs- und zustandsabhängig. Predictive Maintenance ist daher ein IoT-Szenario, das sich immer stärker durchsetzen wird.

Zudem lassen sich Service-Prozesse von zeitaufwändigen administrativen Aufgaben befreien. Nach einer Stör- oder Wartungsmeldung durch einen Sensor geht dabei automatisch ein Arbeitsauftrag an die Techniker, die sich der Sache annehmen. Anschließend werden alle Daten, etwa Zeitaufwand oder die Anzahl der benötigten Ersatzteile, automatisch an das ERP-System gemeldet.

Wird die Wartung nicht inhouse vorgenommen, sondern als Dienstleistung für einen Kunden erbracht, lässt sich aus dem ERP-System bereits wenig später eine Rechnung versenden und abrechnen. Somit ist der Prozess nahezu vollständig automatisiert.

Detlef Aden: „Die Digitalisierung der Industrie schreitet voran und sorgt dafür, dass sich Produktionsabläufe, Arbeitsweisen oder Dienstleistungen verändern. Fast 80 Prozent der Prozesse lassen sich automatisieren. Mithilfe von intelligenten Technologien können Unternehmen heutzutage auch ihren Service oder die Instandhaltung effizienter als bisher betreiben. Und das alles live im System.“