Weniger Bestellaufwand

MRO

Der MRO-Spezialist Brammer baut mit strategischen Akquisitionen und Kooperationen Kompetenzbrücken zwischen Instandhaltern von Energieproduzenten und Versorgungsunternehmen sowie Premiumherstellern.

27. März 2013

Ganz oben auf der Wunschliste eines Instandhalters im Energie- und Versorgungssektor steht in der Regel die 100-prozentige Versorgungssicherheit mit MRO-Ersatzteilen und -Werzeugen. Schließlich muss er für die maximale Anlagenverfügbarkeit gerade stehen.

Es gilt vor allem, teure Ausfallzeiten zu vermeiden und eine kontinuierliche Produktion aufrechtzuerhalten. Wartungswerkzeuge für professionelle MRO-Anwendungen, die ein Höchstmaß an zertifizierter Arbeitssicherheit, Belastbarkeit und Technikperfektion verlangen, sind wichtiger Mosaikstein einer zuverlässigen Instandhaltungsstrategie.

Kein Gießkannenprinzip

Angesichts der großen Produkt- und Markenvielfalt in diesem Bereich verlieren Einkäufer von Instandhaltungsprodukten jedoch oft den Überblick und können die Verfügbarkeit einzelner Produkte nur schwer einschätzen. Viele Unternehmen der Energiebranche verwalten deshalb für ihren Werkzeugbedarf zahlreiche verschiedene Lieferanten mit unterschiedlichen Bestellsystemen, manchmal auch noch an verschiedenen Standorten. Folglich steigen Bearbeitungsaufwand und Verwaltungskosten. Leistungsfähigen, flexiblen MRO-Zulieferdienstleistern kommt an dieser Stelle eine tragende Rolle zu.

Jochen Diehm, Geschäftsführer des technischen Händlers Brammer aus Karlsruhe erklärt: »Oftmals wird auch nach dem Motto ,Abhängigkeiten vermeiden und Risiko streuen’ vorgegangen. Dieses Gießkannenprinzip ist kontraproduktiv.«

In einer zunehmend globalisiert vernetzten Produktionswelt mit steigender Wertschöpfungsorientierung der Instandhaltung stelle der Einkauf von MRO-Werkzeugen nicht nur einen wichtigen Kostenfaktor dar, sondern birgt auch große Chancen zur Rationalisierung. »So bietet gerade das Konsolidieren beziehungsweise Reduzieren von Lieferantenstämmen gute Möglichkeiten, Kosten zu senken und das eigene Instandhaltungsmanagement zu optimieren«, verdeutlicht Diehm.

Durch Konzentration auf eine geringe Anzahl Zulieferer nutzen Firmen nicht nur Skaleneffekte aus. Der Prozess insgesamt wird schlanker und transparenter. Die Kostenkontrolle verbessert sich und nebenbei sinkt auch noch der Verwaltungsaufwand. Jochen Diehm: »Brammer bietet lokale Präsenz und hohe Produktverfügbarkeit mit 24-Stunden-Lieferservice auf der Basis einer engen Zusammenarbeit mit der Industrie. Zusätzlich haben wir eine Vielzahl von Spezialisten, die sich in den branchenspezifischen Prozessen sehr gut auskennen.«

Begleitende Services

Auf diese Kompetenz bauen Kunden des Unternehmens – nicht nur in Sachen Produkt-Know-how. Vor allem mit wichtigen MRO-begleitenden Services, wie etwa das Optimieren von Beschaffungsprozessen, unterstützt Brammer laut Jochen Diehm eine Vielzahl von Industrieunternehmen im Energie- und Versorgungsbereich. »Sie reduzieren so deutlich die Lieferanten und Marken, auf die sie zurückgreifen – bei mindestens gleichbleibender und oftmals sogar noch besserer Qualität und Zuverlässigkeit der eingesetzten MRO-Produkte«, sagt Jochen Diehm.

Ausgehend von der Kundenbefragung 2011 stellte Brammer fest, dass 75 Prozent der Kunden, die der MRO-Spezialist täglich mit Wälzlagern, Dichtungen und Antriebstechnik et cetera beliefert, zusätzlichen Bedarf an Werkzeugen und allgemeinen Instandhaltungsprodukten angeben.

Doch nur acht Prozent würden diesen Bedarf aktuell über Brammer decken. »Darüber hinaus haben viele unserer bedeutenden pan-europäischen Key-Account-Kunden den Wunsch geäußert, dass Brammer dieses Produktsegment noch weiter ausbaut«, sagt Diehm.

Brammer reagierte und stellte sich im Produktsegment ›Werkzeuge & Allgemeine Instandhaltungsprodukte‹ neu auf. Mit einem durchdachten Produktportfolio und zusätzlichen Produktspezialisten für eine kompetente Beratung ist Brammer ein umfassender Lösungs-, Beschaffungs- und Dienstleistungspartner für den MRO-Bedarf.

Strategische Partner

Mit der strategischen Akquisition des britischen technischen Händlers Buck & Hickmann ging die Gründung einer europäischen Produktdivision ›Tools & General Maintenance‹ einher. »Diese Akquisition verschafft der Brammer-Gruppe eine klare Marktführerschaft in England, bringt jedoch fruchtbare Synergien auch für den deutschen Markt. Denn Buck & Hickmann stattet die ganze Gruppe mit einer vollständigen Plattform aus technischem Fachwissen und Lieferantenbeziehungen aus, von der aus die Aktivitäten in alle Länder ausgeweitet werden können, in denen Brammer operiert«, so Jochen Diehm.

Zusätzlich ging Brammer mit dem Werkzeughersteller Gedore aus Remscheid eine strategische Allianz ein. 18.000 Artikel decken die verschiedenen Anforderungen von Energie- und Versorgungsunternehmen ab. In den Bereichen Arbeitsschutz, Schleifen und Kleben arbeitet Brammer darüber hinaus eng mit 3M aus Neuss zusammen.

Erschienen in Ausgabe: 01/2013