In Anlehnung an unsere derzeitigen hochschulweiten Forschungsthemen stehen dabei sicher das maschinelle Lernen und die Künstliche Intelligenz (KI) ganz oben auf der Hitliste der kommenden Anwendungsfelder. Bezogen auf die Instandhaltung ergeben sich hier in jedem Fall spannende Anwendungen im Bereich der Steuerung von Inspektions- und Wartungsintervallen einer vorbeugenden Instandhaltung sowie einer Instandsetzungsterminierung im Kontext einer präventiven Instandhaltung. Auch im Bereich der Schwachstellenanalyse wird KI eine wichtige Rolle spielen können. Dabei sei anzumerken, dass die Realität dem Forschungsstand hier um beinahe zwei Jahrzehnte hinterherhinkt.

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Ein weiteres Anwendungsfeld digitaler Innovationen betrifft den Einsatz von Augmented- und Virtual-Reality-Systemen (AR-Systeme und VR-Systeme). Im Falle von AR wird zunehmend die traditionelle Informationsdarstellung mittels Papierlisten, Desktopanwendungen oder mobile Anwendungen auf Smartphones oder Tablets durch entsprechende Hands-free-Systeme (zum Beispiel AR-Brillen) abgelöst werden und dem Servicetechniker weitreichende Zusatzinformationen für seine Instandhaltungstätigkeiten mit auf den Weg gegeben werden können. VR wiederum wird ergänzend ein Instrument sein können, Abläufe (wie beispielsweise komplexe Instandsetzungsverfahren) im Vorfeld in Echtzeit simulieren zu können, um Fehler vermeiden und Kosten senken zu können.

Prof. Dr. Karsten Huffstadt, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt