Diese Ingenieure waren sich der Bedeutung ihres Aufgabengebietes bewusst – ohne Produktion und Anlagentechnik keine Notwendigkeit für eine Instandhaltung, ohne Instandhaltung keine zuverlässige und kosteneffiziente Produktion. Im Zuge dieser Betrachtungen hat sich auch das Bild der Instandhaltung völlig gewandelt. Während in der arbeitsteiligen Organisation Instandhaltung im Wesentlichen als Kostentreiber betrachtet worden ist, ist es heute selbstverständlich, Instandhaltungsergebnisse in Form von Verfügbarkeit und Prozess-sicherheit innerhalb des Produktionssystems zu messen und zu bewerten. Dieses macht sich auch in unterschiedlichen technologischen und organisatorischen Entwicklungen in der Instandhaltung bemerkbar. Während sich das Aufgabenfeld Instandhaltung ursprünglich ausschließlich in Wartung, Inspektion und Instandsetzung gliederte, gehört auch die Optimierung der Anlagentechnik heute selbstverständlich zum Portfolio der Instandhalter dazu. DIN 31051 und EN 13306 bilden in ihrer Begrifflichkeit diesen Wandel in der Instandhaltung sehr deutlich ab.

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Während früher die Instandhalter mit der Feuerwehrstrategie den Ereignissen folgten, wird heute von den Mitarbeitern in der Instandhaltung vorausschauendes Handeln und die präventive Vermeidung von ungeplanten Stillständen erwartet.

Wie diese Anforderungen umgesetzt werden können, diskutieren Fachleute alljährlich auf dem VDI/VDEh-Forum Instandhaltung, das in diesem Jahr am 13. und 14. Juni in Hanau stattfinden wird.

Dr.-Ing. Jens Reichel

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Leiter Energie, Infrastruktur und Anlagentechnik, Hüttenwerke Krupp Mannesmann,

und Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Instandhaltung