Technische Dokumentation mit virtuellen Informationen

Der Spezialist für professionelle Dokumentationssoftware Docufy hat „Topic-Pilot“, die mobile Publikationsplattform für technische Dokumentation, mit einer Augmented Reality-App verknüpft. Die dadurch geschaffene „erweiterte Realität“ ergänzt die reale Welt um virtuelle Informationen.

09. Februar 2016
Augmented Documentation bringt benutzerspezifische Informationen übersichtlich und schnell aufs Smartphone oder Tablet. Bild: Docufy
Bild 1: Technische Dokumentation mit virtuellen Informationen (Augmented Documentation bringt benutzerspezifische Informationen übersichtlich und schnell aufs Smartphone oder Tablet. Bild: Docufy)

Früher begleiteten dicke Handbücher die Schulung, Bedienung, Fehlerbehebung oder Wartungsarbeiten an einer Maschine. Die neue Art der Informationsbeschaffung, die Augmented Documentation, sieht nun so aus: Der Anwender geht mit seinem Tablet zur Maschine. Um diese eindeutig zu identifizieren, scannt er deren QR-Code oder startet das Tracking, das heißt die Kamera seines Tablets vergleicht die geometrischen Daten einer Maschine mit einem vorher erstellten 3-D-Modell. Ergänzend können dazu auch Sensoren an einer Maschine angebracht werden.

Die Software erkennt nun nicht nur die Maschine, sondern auch, vor welchem Bauteil sich der Anwender befindet. Anhand der Anmeldedaten weiß die Software zudem, ob es sich um einen Bediener oder beispielsweise einen Wartungstechniker handelt. Dementsprechend werden die passenden und relevanten Daten aus der Technischen Dokumentation direkt auf dem Tablet angezeigt und durch vorher definierte Augmented-Reality-Inhalte wie Wartungshinweise, Demo-Videos oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen ergänzt. Zu den schriftlichen Handlungs- oder Montageanleitungen kann es mittels Audiodatei sogar gesprochene Anweisungen geben – die Möglichkeiten sind hier sehr vielfältig.

 

Benutzerspezifische Informationen sekundenschnell zur Hand

Jeder Anwender bekommt allerdings nur die Informationen, die er tatsächlich benötigt. So wird einem Bediener, der wissen will, wie eine Maschine im Detail funktioniert, mit wenigen Klicks die passende Bedienungsanleitung oder gar ein kurzes Video angezeigt. Ein eingeloggter Servicetechniker wiederum erhält beim Betrachten des gleichen Details die spezifischen Wartungsinformationen, das heißt die relevanten Informationen werden stets passend zu den einzelnen Baugruppen eingeblendet. Jede Annäherung mit dem Tablet an die Maschine wird dabei wie eine weitere Eingabe gewertet und generiert automatisch die Anzeige der nächsten Komponentenebene. Die benutzerspezifische Bereitstellung der Informationen erfolgt somit in Sekundenschnelle, spart wertvolle Zeit und verhindert unnötige Fehler.

Die Inhalte dieser Augmented Documentation können jederzeit, einfach, schnell und direkt aus dem Redaktionssystem „Cosima go!“ von Docufy in die AR-App geladen und mit dem „Topic-Pilot mobil“ publiziert werden. Docufy-Geschäftsführer Uwe Reißenweber sagt dazu: „Das Geniale an der Kombination unserer mobilen Publikationsplattform „Topic-Pilot“ mit der AR-App von Re´flekt ist, dass sich der Nutzer überhaupt nicht mehr darum kümmern muss, wie er herausfindet, um welche Maschine es sich handelt. Und er muss nicht einmal mehr unterscheiden, welche Informationen nun für ihn oder eine andere Nutzergruppe bestimmt sind. Diese Selektion geschieht durch das Tracking und die Anmeldedaten des Nutzers ganz automatisch. Die individuelle Informationsbeschaffung geht dadurch sekundenschnell und der Nutzer bekommt genau das – und auch nur das – was er gerade braucht. Das ist im Zeitalter von Informationsüberflutung nicht hoch genug zu schätzen.“