»Eine klare Mehrheit sieht keine Profiteure des Brexits«, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. »Nur 22 Prozent glauben, dass die Eurozone profitiert. Und lediglich 8 Prozent sind der Meinung, dass Großbritannien gestärkt hervorgeht.«

Was bewegt die Umfrageteilnehmer?

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Vereinzelt erwarten internationale B2B-Service-Unternehmen Auswirkungen auf den Wechselkurs. Deutlich mehr Teilnehmer sehen mittelbare Auswirkungen auf Besteuerung, Steuerabsprachen und Gewinnabführungsverträge. Hossenfelder ergänzt: »Bei einigen Angaben der Teilnehmer ist eine gewisse Unruhe festzustellen, weil für die Dauer der ausstehenden Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien noch Planungsunsicherheiten für die Unternehmen bestehen. Der eigentliche Brexit könnte am 1. Januar 2021 stattfinden.«

Prüfer und Berater erwarten Umsatzschub

Während sich bei der Frage nach den Profiteuren des Brexits die Mehrheit der Teilnehmer branchenübergreifend einig ist, zeigen sich bei den Auswirkungen auf das eigene Business Unterschiede. 28 Prozent erwarten keinen Einfluss auf das eigene Geschäft. 20 Prozent machen Planungsunsicherheiten wegen der anstehenden Verhandlungen aus. Für 18 Prozent müssen sich lediglich die britischen Kollegen mit diesem Thema befassen.

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Während 15 Prozent der Umfrageteilnehmer angeben, der Brexit wirke sich negativ auf das eigene Geschäft aus, geben 10 Prozent einen positiven Einfluss wegen des erhöhten Beratungsbedarfs an. »Bei Betrachtung der einzelnen Servicesegmente fallen hier die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater deutlich auf: Jeder Zweite erwartet einen Umsatzschub«, so Hossenfelder.

Statistische Daten

An der Online-Befragung des Marktforschungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder nahmen 77 Personen teil. Sie verteilen sich auf die B2B-Service-Märkte Management- und IT-Beratung, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatung, Facility Management und Instandhaltung sowie Personaldienstleistung. 9 Prozent der Teilnehmer sind Vorstandsmitglieder, 39 Prozent haben eine Geschäftsführerposition inne, 34 Prozent fungieren als leitende Angestellte. Die Feldphase endete am 7. Februar 2020.