Preiswerte Fernwartung

Industriekommunikation

Damit Maschinen- und Anlagenbauer im Wartungsfall schnell auf ihre weltweit installierten Applikationen zugreifen können, hat Marcant die Mobilfunk-SIM-Karte Global SIM entwickelt. Zusammen mit einem Mobilfunk-Router von Phoenix Contact funktioniert sie kostengünstig in über 30 Ländern.

27. März 2013
In Kombination mit den Geräten von Phoenix Contact bietet die Global SIM von Marcant ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Bild 1: Preiswerte Fernwartung (In Kombination mit den Geräten von Phoenix Contact bietet die Global SIM von Marcant ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.)

Seit etwa zehn Jahren baut Phoenix Contact, Blomberg, sein Produkt-Portfolio für die industrielle Telekommunikation kontinuierlich aus. Heute reicht das Angebot vom analogen Modem mit RS232-Schnittstelle bis zum Hochgeschwindigkeits-Router mit IPsec-Verschlüsslung für den Mobilfunk. Die international tätige Marcant GmbH mit Hauptsitz in Bielefeld verfügt über hochmoderne, mehrfach redundant angebundene Rechenzentren sowie eine eigene Backbone-Infrastruktur. Das 1997 gegründete Systemhaus hat sich aufgrund seiner langjährigen Partnerschaft mit den großen weltweit aktiven Betreibern von Mobilfunknetzen eine netzübergreifende Fachkompetenz im Bereich Mobilfunk erworben.

Für raue Industrieumgebungen konzipiert

Immer mehr Maschinen- und Anlagenbauer möchten im Wartungs- und Servicefall den Fernzugriff auf ihre (weit vom eigenen Unternehmenssitz entfernten) Applikationen über einen breitbandigen Mobilfunk-Anschluss realisieren. Benötigt der Monteur vor Ort Unterstützung bei einem spezifischen Problem, schließt er einfach einen mitgebrachten Mobilfunk-Router, wie etwa den 3G-Router von Phoenix Contact, an die zu wartende Anlage an. Im heimatlichen Unternehmen kann jetzt ein Spezialist über die Mobilfunk-Strecke auf die Maschine oder Anlage zugreifen; zum Beispiel wenn die Software-Programmierung der eingebauten Steuerung angepasst werden soll

Die Verwendung eines eigenen vorkonfigurierten Mobilfunk-Routers macht das Beantragen eines Internet-Zugangs über die IT-Abteilung beim Endkunden überflüssig.

Nachdem viele Unternehmen die Vorteile der Mobilfunk-Komponenten bei der Erstinbetriebnahme erlebt haben, möchten sie die Geräte serienmäßig in die eigenen Maschinen und Anlagen integrieren.

Hier ergeben sich jedoch zusätzliche Anforderungen, die vorab geklärt werden müssen. Unter anderem ist es wichtig, dass die gewählte Telekommunikations-Komponente den Anforderungen der rauen Industrieumgebung entspricht. Denn was wäre schlimmer als der Ausfall des serienmäßig eingebauten Fernwartungs-Geräts während eines Teleservice-Einsatzes. Eine bessere elektromagnetische Verträglichkeit, die 24-V-Versorgungsspannung, ein erweiterter Temperaturbereich sowie eine für den Schaltschrank optimierte Bauform sind nur einige Anforderungen, die eine Mobilfunk-Komponenten für den Maschinen- und Anlagenbau erfüllen sollte.

Ein anderer wesentlicher Aspekt ist die Unterstützung durch den lokalen Mobilfunk-Anbieter. Gibt es Probleme mit dem Mobilfunknetz am Einsatzort, muss sich der Maschinen- und Anlagenbauer derzeit noch an das dortige Telekommunikations-Unternehmen wenden. Dies ist bei unterschiedlichen Landessprachen oft schwierig.

Wegen der geringen Stückzahl an SIM-Karten im Zielland und des fehlenden Industrie-Know-how seitens des Telekommunikations-Unternehmens kann dem Maschinen- und Anlagenbauer bei Problemen häufig nicht geholfen werden.

»Das wird sich ändern«, sagt Gerrit Boysen, Produktmarketing Communication Interfaces, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont, »denn wir und der Bielefelder Mobilfunk-Spezialist Marcant haben mit der Global SIM eine gemeinsame Lösung entwickelt, welche unsere Mobilfunk-Router optimal ergänzt. Die Global SIM unterscheidet sich in mehreren Punkten von einer normalen Mobilfunk-SIM-Karte. So bietet sie zum Beispiel einen erweiterten Temperaturbereich von -35 bis +85°C. Denn was nützt ein industrieller Mobilfunk-Router, der unter extremen klimatischen Bedingungen verwendet werden kann, wenn die eingelegte Mobilfunk-SIM-Karte diesen Anforderungen nicht entspricht?«

Bei der Global SIM wird die IP-Kommunikation zudem über private Adressen des Mobilfunk-Anbieters realisiert, die via öffentliches Internet nicht erreichbar sind. Das erhöht die Zugriffssicherheit erheblich.

Alle Daten werden direkt an Marcant übertragen und von dort über eine verschlüsselte Internet-Verbindung an den Maschinen- und Anlagenbauer weitergeleitet. Dieser hat also lediglich einen einzigen Ansprechpartner, der bei Marcant in Deutschland angesiedelt ist.

»Die Global SIM arbeitet unabhängig vom Netzanbieter in über 30 Ländern. Dazu zählen unter anderem die 27 EU-Länder plus die Schweiz, Island, Norwegen, die USA und Kanada. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings: China und Russland. Für diese beiden Länder ermöglicht die Global SIM jedoch eine individuelle Ausweitung, wobei die Kosten separat berechnet werden müssen«, erklärt Gerrit Boysen. Ein weiterer Vorteil sind die niedrigen monatlichen Kosten der Global SIM. So beträgt die Grundgebühr für alle 30 Länder 1,47 Euro pro Monat. Darin ist bereits ein Datenvolumen von 1 MB enthalten. Für jedes zusätzliche MB wird nur 1,40 Euro in Rechnung gestellt.

Die Global SIM verfügt außerdem über eine durch Marcant optimierte Kostenüberwachung. Beim Überschreiten eines definierten Datenvolumens wird der Kunde zuverlässig informiert, dass er mit höheren Ausgaben zu rechnen hat.

Dies beugt bösen ›Überraschungen‹ vor. Nicht zu vergessen, dass Marcant die SIM-Karte anders als viele große Mobilfunk-Anbieter auch für Klein- und Kleinstprojekte anbietet. Die geringste Absatzmenge liegt tatsächlich bei einer Global SIM pro Kunde bei einem Mindestumsatz von 25 Euro.

Erschienen in Ausgabe: 01/2013