Neues Kalibrierlabor für Schwingungssensorik

Im neuen Kalibrierlabor der Prüftechnik Condition Monitoring GmbH in Ismaning bilden sieben Tonnen Beton und 600 Kilogramm Granit die Basis zur Kalibrierung von nur durchschnittlich rund 50 Gramm schweren Condition-Monitoring-Schwingungssensoren.

06. Februar 2018
Die beiden Shaker sitzen auf über sieben Tonnen Beton und Granit, um etwa 50 Gramm leichte Condition-Monitoring-Schwingungssensoren zu kalibrieren. Im Hintergrund: hohe Rechenleistung zur maximal schnellen Analyse. Bild: Prüftechnik
Bild 1: Neues Kalibrierlabor für Schwingungssensorik (Die beiden Shaker sitzen auf über sieben Tonnen Beton und Granit, um etwa 50 Gramm leichte Condition-Monitoring-Schwingungssensoren zu kalibrieren. Im Hintergrund: hohe Rechenleistung zur maximal schnellen Analyse. Bild: Prüftechnik)

Zwei hochmoderne Kalibrieranlagen ermöglichen es ab sofort die Prüftechnik-Schwingungssensoren weit über die Normgrenzen hinaus zu kalibrieren, um damit über einen langen Zeitraum hinweg verlässliche Messwerte ab Werk und auch in der Re-Kalibrierung zu schaffen.

Neben dem Paralign- und Alignment-Laser Kalibrierlabor wurde nun auch ein komplett neues Kalibrierlabor für Condition Monitoring Schwingungssensoren eingerichtet. Zwei hochmoderne Shaker auf einem festen Beton-Granit-Fundament ermöglichen es die eigenen Prüftechnik-Schwingungssensoren zu kalibrieren. Die beiden neuen hochfrequenten Shaker erzeugen Schwingungen in den Bereichen von 0 bis 200 Hertz sowie von 5 bis 50.000 Hertz. Somit gehen die Analyse- und Kalibriermöglichkeiten weit über die Grenzen der geforderten Normen und Messtoleranzen hinaus.

Für Prüftechnik ergeben sich vor allem im Bereich R&D (Research & Development) neue Möglichkeiten Schwingungssensoren präziser und mit noch aussagekräftigeren Messergebnissen zu entwickeln. Dabei dauert die Messung zur Kalibrierung eines Sensors nur eine knappe Minute. Dies ist gerade bei der Produktion von hohen Stückzahlen ein enormer Vorteil, um Zeit in der Werkskalibrierung einzusparen. Darüber hinaus werden zukünftig auch End-to-End-Kalibrierungen durchführbar sein, das heißt, der Schwingungssensor wird direkt mit einem angeschlossenen Messgerät (zum Beispiel Vibxpert II) kalibriert.

Durch das hohe Sockelgewicht von 7,6 Tonnen sowie die Entkoppelung dieses Fundaments vom Rest des Gebäudes sind Fehl-messungen durch Gebäudeschwingungen (unter anderem verursacht durch Mitarbeiter im Gebäude) ausgeschlossen. Extrem gedämpfte Störquellen wie die angrenzende Straße und Bahnlinie werden zwar mitgemessen, haben jedoch keinen Einfluss auf das jeweilige Messergebnis.

Von der ersten Idee bis zur endgültigen Fertigstellung des neuen Kalibrierlabors ist gut ein Jahr vergangen. Das Kalibrierlabor ist mittlerweile im vollen Einsatz und wird seitdem im vollen Umfang für die Entwicklung und Produktion von Prüftechnik-Schwingungssensoren genutzt.