Leistung gesteigert

Markt

Automatisierung - Kardex Mlog hat bei der Hirschvogel Automotive Group ein manuelles Werkzeuglager durch ein vollautomatisches System mit Anbindung an das ERP-System von SAP ersetzt.

06. September 2017
Schaubild des vollautomatischen Lagers nach der Modernisierung. Quelle: Kardex Mlog
Bild 1: Leistung gesteigert (Schaubild des vollautomatischen Lagers nach der Modernisierung. Quelle: Kardex Mlog)

Die Hirschvogel Automotive Group ist einer der größten, weltweit operierenden Automobilzulieferer auf dem Gebiet der Massivumformung von Stahl und Aluminium sowie der anschließenden Bearbeitung. Im Bereich Werkzeug- und Prototypenbau im Stammwerk Denklingen wurden die Rüstsätze für die Umformpressen bislang gemischt in Gitterboxen und auf Paletten in einem halbautomatischen Hochregallager gelagert.

Die Ein- und Auslagerung erfolgte mit zwei manuellen Regalbediengeräten ohne klare Lagerplatzzuweisung. Da weder die Anlage noch die damit verbundenen Prozesse den heutigen Ansprüchen des Unternehmens an die Transparenz, Effizienz und Zuverlässigkeit genügten, wurde Kardex Mlog mit der Modernisierung beauftragt.

Im Dezember 2016 erfolgte zunächst der Rückbau der komplett manuellen Anlage. Im bestehenden Gebäude errichteten die Modernisierungsspezialisten ein modernes System inklusive des kompletten Regalbaus sowie eines neuen Regalbediengerätes, über das die mehrfachtiefe Ein- und Auslagerung der Gitterbox vollautomatisch erfolgt. Bereits im Mai 2017 wurde die Anlage wieder in Betrieb genommen.

Zur Steuerung und Überwachung aller Prozesse im Lager implementierte Kardex Mlog das eigens entwickelte Control Center MCC. Diese flexibel einsetzbaren Softwaremodule umfassen unter anderem die Anlagenvisualisierung (MVisu), die Materialflusssteuerung (MFlow) sowie das Kommunikationsmodul MCom, das den Datentransfer zum SAP ERP ermöglicht. Alle Zulagerungen und Entnahmen können dank dieser integrierten Lösung künftig zentral über das ERP gesteuert und kontrolliert werden.

Das SAP übergibt bei der Einlagerung Aufträge mit Ziellagerplätzen, die das MCC in Nummern übersetzt und die entsprechende Gitterbox in der Kommissionierung bereitstellt. Nach der Befüllung werden diese wieder an einen im SAP quittierten und dokumentierten Regalplatz eingelagert. Analog verlaufen auch die Auslagerprozesse über das SAP. »Dadurch können wir nicht nur die Leistung im Lager erheblich steigern. Wir bringen mit der SAP-Anbindung und der eindeutigen Regalplatzvergabe insgesamt mehr Transparenz in die Abläufe und Prozesse«, so Hüseyin Yildirim, Leiter der Werkzeugedisposition und -vorbereitung.

Erschienen in Ausgabe: 02/2017