Isolationsfehlersuche noch effizienter und sicherer

Im ungeerdeten Netz (IT-System) führt ein erster Fehler nicht zum automatischen Abschalten der Stromversorgung und damit zum Ausfall der gesamten Anlage, sondern sie kann kontrolliert weiter betrieben und der Fehler zu einem passenden, späteren Zeitpunkt beseitigt werden, ohne hohe Ausfallkosten zu verursachen. Die Basis dafür bilden Isolationsüberwachungssysteme, die den Isolationswiderstand überwachen und das Unterschreiten eines bestimmten Grenzwertes melden. Mit dieser Information lässt sich dann der passende Zeitpunkt der Isolationsfehlersuche bestimmen. Bei komplexen Anlagen und räumlich weit verzweigten Stromversorgungssystemen kann die Isolationsfehlersuche zeit- und personalaufwändig werden.

13. November 2018
Isolationsfehlersuche noch effizienter und sicherer. Bild: Bender
Bild 1: Isolationsfehlersuche noch effizienter und sicherer (Isolationsfehlersuche noch effizienter und sicherer. Bild: Bender)

Die Lösung hierfür sind Einrichtungen zur Isolationsfehlersuche gemäß DIN 61557-9 (IEC 61557-9), die Isolationsfehler automatisch während des laufenden Betriebes suchen und den fehlerbehafteten Abgang anzeigen. Dadurch ergeben sich für den Anlagenbetreiber folgende Vorteile: Es ist kein Abschalten der Anlage(-teile) erforderlich, der Fehlerort wird präzise lokalisiert und liegt innerhalb von Sekunden vor. Außerdem ist die in der Sicherheitsgrundnorm DIN VDE 0100-410 (IEC 60364-4-41) genannte Empfehlung erfüllt: "Es ist empfohlen, dass ein erster Fehler so schnell wie praktisch möglich beseitigt wird."

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