17. FEBRUAR 2019

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"Mit RCM lässt sich die Erfassung von Daten erheblich reduzieren."


Management

CONSULTING - Warum die Absicherung der Produktion durch die zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung eine Alternative zur umfangreichen Datenerfassung darstellt, erklärt Georg Hünnemeyer, System Engineer und Geschäftsführer von Hünnemeyer Consulting.
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Was sind die Vorteile gegenüber der vorhersagenden Instandhaltung? ?

RMC funktioniert – im Gegensatz zu Predictive Maintenance – ohne eine groß angelegte Datenerfassung. Die vorhersagende Instandhaltung erfordert nicht nur eine genaue Kenntnis der Systeme, es muss auch vorab eine Analyse zur Notwendigkeit der Datenerfassung stattfinden. Eine Vorgehensweise auf Grundlage der Big Data wäre ansonsten von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Die kontinuierliche Erfassung und Aufzeichnung des Systemzustandes beschreibt nur das Ergebnis des Designs und führt zu keiner Kostenminimierung, da die vorbeugende Wartung, also der Erhalt des gesunden Systemzustandes, nicht optimiert wurde. Mit RCM lässt sich die Erfassung von Daten erheblich reduzieren, denn sowohl der Zeitpunkt als auch die Häufigkeit der Aufzeichnung können individuell festgelegt werden. Zudem unterstützt Predictive Maintenance nicht bei zufällig auftretenden Fehlern. Eine Datenerfassung in der Phase der zufälligen Fehlerverteilung liefert keinerlei neue Aussagen über die bestehenden Systemeigenschaften.

Welche Probleme kann es bei der Datenaufzeichnung geben?

Zur Aufzeichnung eingesetzte Sensoren sind sorgsam auszuwählen, da sie als zusätzliche Komponenten die Fehlerrate des Systems erhöhen. Was nicht verbaut wird, kann auch nicht ausfallen und bedarf keiner zusätzlichen Instandhaltung. Tritt ein Fehler auf, stellt sich zunächst die Frage, ob wirklich das System oder nur der Sensor einen Defekt hat. Der Unternehmer hat im laufenden Betrieb keinen Einfluss mehr auf die durch die Entwicklung festgelegte Physik der Systeme. Es kommt vor, dass über Jahre hinweg aufgezeichnete Werte gar nicht genutzt werden können. Außerdem ist es in manchen Fällen sehr schwer, die gesammelten Daten richtig zu interpretieren. Für einen rechtzeitigen Eingriff ist es dann meistens zu spät und die Anlage fällt trotz Datenaufzeichnung aus. Jedes System verhält sich darüber hinaus in jeder Umgebung anders. Erfahrungen lassen sich also nicht universell übertragen. Allgemein fehlt es an Modellen, die mit Messwerten gefüttert werden und so Verschleiß- und Ausfallverhalten beschreiben.


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IQ 02/2018
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Quelle: Hünnemeyer Consulting GmbH

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