11. DEZEMBER 2018

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"Mit RCM lässt sich die Erfassung von Daten erheblich reduzieren."


Management

CONSULTING - Warum die Absicherung der Produktion durch die zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung eine Alternative zur umfangreichen Datenerfassung darstellt, erklärt Georg Hünnemeyer, System Engineer und Geschäftsführer von Hünnemeyer Consulting.
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Herr Hünnemeyer, was ist Reliability Centred Maintenance?

Reliability Centred Maintenance, abgekürzt RCM, ist eine auf Risikoabschätzung basierende Strategie zur vorbeugenden Wartung technischer Systeme. Dabei werden die Auswirkungen von Fehlern auf die Funktionalität einer Anlage bereits im Vorfeld auf ihre Folgen für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit abgeschätzt, um ein effektives und kostengünstiges Wartungskonzept zu erstellen. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen zur Instandhaltung und Wartung definiert, um die Funktionstüchtigkeit des gesamten Systems sicherzustellen.

Worauf ist bei der Einführung von RCM zu achten?

Vor der Einführung von RCM gilt es, einige wichtige Fragen zu klären: Welche Störungen können auftreten und die Leistung einschränken? Welche Auswirkungen hätte ein kompletter Systemausfall? Die Ergebnisse aus dieser Vorabanalyse werden genauestens dokumentiert. Bei der Untersuchung spielen die Faktoren Reliability (Zuverlässigkeit), Availability (Verfügbarkeit), Maintainability (Instandhaltbarkeit) und Safety (Sicherheit), kurz RAMS, eine wichtige Rolle. Das Design bestimmt die RAMS-Kriterien und sorgt so für den Erhalt der höchstmöglichen Verfügbarkeit einer Anlage. Während des Entwicklungsprozesses findet eine fortlaufende Überprüfung der Faktoren zur Unterstützung bei der Fehlervermeidung statt. Einen zentralen Bestandteil für die zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung bilden die Aspekte Sicherheit, Umwelt und Kosten.

Welche Möglichkeiten bietet RCM?


Die Methode ermöglicht es Betrieben, individuell eigene Schwerpunkte zu setzen und zu entscheiden, was das persönliche Ziel ihrer Fertigung sein soll: Kosteneinsparung, Umweltaspekte, Sicherheit, die Verfügbarkeit der Anlage oder aber der bestmögliche Kompromiss. Betriebe können die Einführung einer entsprechenden Reliability-Centred-Maintenance-Strategie mithilfe der Zuverlässigkeitsmanagement-Norm DIN EN 60300-1:2014 vorbereiten. Das Verfahren kann auch bei bestehenden Anlagen zum Einsatz kommen – ohne eine teure Nachrüstung von Sensoren, Soft- oder Hardware.


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Ausgabe:
IQ 02/2018
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Quelle: Hünnemeyer Consulting GmbH

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