23. JUNI 2018

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Frühwarnsystem und Fernüberwachung für mehr Betriebssicherheit auf See


Um die Kontrolle über diverse Schiffsmaschinen zu verbessern, setzt die Reederei Sirius Shipping auf das Multilog-Onlinesystem IMx-8 von SKF. Durch dessen Frühwarnfähigkeiten samt kontinuierlicher Fernüberwachung durch SKF-Experten will sich die Flotte künftig in betriebstechnisch ruhigerem Fahrwasser bewegen.
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Mit insgesamt zehn Schiffen transportiert Sirius Shipping primär flüssige Medien (zum Beispiel Öl, Flüssigerdgas und Chemikalien) durch nordeuropäische Gewässer. Dabei steuert die Flotte hauptsächlich Zielhäfen in Dänemark, Norwegen, Finnland und Schweden an – und kreuzt somit in Breitengraden, in denen oft genug raue Bedingungen herrschen. Dennoch erwarten die Sirius-Kunden natürlich eine termingerechte, sichere und nicht zuletzt umweltverträgliche Zustellung ihrer Fracht.

Sollte sich auf hoher See ein ungeplanter Maschinen-Stillstand ereignen, könnte das nicht nur die Kunden vergraulen, sondern auch kosten- und zeitintensive Bergungsarbeiten sowie Dock-Aufenthalte verursachen. „Ergo möchten wir lieber möglichst frühzeitig Warnsignale erhalten“, erklärt Stefan Johansson, „Chef-Inspektor“ bei Sirius Shipping, „und dadurch die Chance bekommen, den Ernstfall von vorn herein zu vermeiden.“

Selbstverständlich sind Wartungsarbeiten auch bei Sirius Shipping ein kontinuierlicher Prozess, und größere Inspektionen stehen etwa alle 30 Monate an. „In der Werft überprüfen wir dann alles, was sich im laufenden Betrieb nicht machen lässt. Dazu gehören beispielsweise der Rumpf sowie die Propeller und Ruder“, berichtet der Superintendent. Hinzu kämen diverse Maschinenteile im Motor und Getriebe. „Mit diesem Konzept konnten wir größere Ausfälle bislang ganz gut umschiffen – glücklicherweise!“, meint Johansson.

Allerdings blieb ein gewisses Restrisiko – intervallbedingt – bestehen. Das wollte Sirius Shipping nun so weit wie möglich eliminieren. Und dabei dachte die Instandhaltungsabteilung vor allem an die kontinuierliche Überwachung von besonders betriebswichtigen Komponenten wie etwa des Getriebes, das sowohl die Propellerwelle als auch den Bord-Generator antreibt.

Kostspielige Stillstände

Johanssons Sicherheitsbestrebungen sind mehr als berechtigt, denn das angesprochene „Restrisiko“ kann eine Reederei teuer zu stehen kommen: Womöglich befindet sich das Schiff bei einem ungeplanten Stillstand Hunderte von Seemeilen von der nächsten Werft entfernt. „Dann stellt sich die Frage, wie und wann man den beschädigten Frachter in welches freie Dock bekommt“, erläutert der Schifffahrtsexperte, „wobei der Dockaufenthalt als solcher oft genug eine weitere Woche verschlingt.“

Bei richtig gravierenden Ausfällen müsse man sogar mit mehreren Monaten rechnen, zumal größere Spezial-Ersatzteile wie Zahnräder oder auch Lager meist nicht sofort verfügbar seien. „Auch deshalb ist es umso wichtiger, einen längeren Planungshorizont zu haben: Der würde uns in die Lage versetzen, die erforderlichen Ersatzteile rechtzeitig zu bestellen. Und dadurch könnten wir die Dauer eines unumgänglichen Wartungsstillstands verkürzen“, sagt Johansson.


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Datum:
14.02.2018
Unternehmen:
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Sirius Shipping
Sirius Shipping
Sirius Shipping/SKF
Sirius Shipping/SKF
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