22. JULI 2018

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"Praktisch jedes Druckluftnetz weist Undichtigkeiten auf."


Defekte Schläuche, undichte Ventile, falsche Installationen und ineffiziente Kupplungen treiben die Energiekosten für die Erzeugung der Druckluft unnötig hoch. Denn der Kompressor muss mehr Luft bereitstellen, als bei optimaler Auslegung des Netzes nötig wäre. Atlas Copcos Energieberater Karsten Decker erklärt im Interview, warum das Einsparpotenzial selbst bei kleineren Betrieben beträchtlich ist.
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Unter dem Namen 'AirScan' bietet Atlas Copco neben der Leckageortung auch Messungen der Energieaufnahme, Volumenstromerfassungen und Druckluft-Qualitäts-Audits an. Wie hängt das zusammen?
Wir fassen das nur übergeordnet zusammen, weil es immer um die Analyse des kundenseitigen Druckluftsystems geht. Nur eben mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Bei der Auslegung neuer oder der Sanierung alter Stationen zum Beispiel simulieren wir immer den Energiebedarf möglichst anhand vorhandener Messdaten. So erfassen wir den vorhandenen Volumenstrom oder die Energieaufnahme der bisherigen Kompressoren, Vakuumpumpen oder Gaseerzeuger, um zu berechnen, wie viel Energie die Station mit modernsten Maschinen, Drehzahlregelung und gegebenenfalls zentraler Steuerung benötigen würde. Die Leckageortung wiederum ist neben dem offensichtlichen Anlass auch dann gefragt, wenn sich die bauliche oder betriebliche Situation geändert hat. Dann sehen wir uns das Leitungssystem oder einzelne Teile genau an und geben entsprechende Empfehlungen.

Und wie grenzen Sie das Druckluft-Qualitäts-Audit dazu ab?
Das Druckluft-Qualitäts-Audit wird häufig von Lebensmittel-, Tiernahrungs- oder Getränkeherstellern nachgefragt sowie von Betrieben, deren Produkte öl- und fettfrei sein müssen – etwa weil sie im Prozess lackiert oder beschichtet werden müssen. Die Nachfrage ist in den letzten ein, zwei Jahren massiv gestiegen, weil viele Endkunden von ihren Lieferanten einen Qualitätsnachweis bezüglich der eingesetzten Druckluft fordern. Unsere Kunden stellen dann fest, sie haben zwar eine bestimmte Filtertechnik, auf der etwa „Klasse 1“ steht. Dass die jeweilige Druckluftklasse aber nur eingehalten wird, wenn bestimmte Parameter stimmen, macht die Sache unsicher. Viele lassen dann lieber nachmessen. Sie erhalten von uns ein Zertifikat, das die Qualität gemäß der ISO 8573-1 in der Fassung von 2010 einstuft, und können dies wiederum ihren Kunden vorlegen.

Welche Bausteine umfasst das Audit?
Der Kunde kann verschiedene Nachweise auswählen. Das ist die Zertifizierung der Druckluftreinheit nach ISO 8573-1 (2010), die Überprüfung von Atemluft nach DIN 12021, die Restfeuchtemessung mit Bestimmung des Drucktaupunktes, den wir bis minus 80 Grad Celsius erfassen, oder die Restölmengenmessung samt Partikel-Scan.


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Datum:
08.12.2017
Unternehmen:
Bilder:
Atlas Copco
Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH
Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH
Bild: Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik
Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH

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