17. FEBRUAR 2019

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Korrosionsüberwachung - Das Auslagern von Korrosionsproben ist eine leicht einsetzbare Prüfmethode der Anlagenüberwachung. Kritische Bedingungen für die Werkstoffe und drohende Schäden werden frühzeitig erkannt.
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Korrosionsbedingte Schäden an Bauteilen schränken die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen ein, können Sicherheitsprobleme auslösen und verursachen zum Teil erhebliche Kosten durch aufwendige Instandsetzungen. Wichtig ist deshalb, Korrosion rechtzeitig zu erkennen, diese zu vermeiden oder zu kontrollieren. Das Auslagern von Korrosionsproben ist eine relativ preisgünstige und universell einsetzbare Methode zur Überwachung von Bauteilzuständen. Sämtliche Werkstoffe können im laufenden Betrieb geprüft und Alternativen getestet werden.

In Produktionsanlagen nehmen Werkstoffbelastungen zu. In der chemischen Industrie beispielsweise gelangen die aus nicht rostendem Stahl gefertigten Rohre und Behälter durch eine zunehmende Chloridbelastung an die Grenze ihrer Beständigkeit. Verstärkt durch niedrige pH-Werte kann diese Loch-, Spalt- oder Spannungsrisskorrosion auslösen.

Aber auch verfahrenstechnische Optimierungen für mehr Produktivität erhöhen die Werkstoffbelastung. Denn die größere Ausbeute wird oft erst möglich durch die Anhebung von Temperatur und Druck im Prozess. Ein weiterer Trend kommt hinzu: Wechselnde, sehr unterschiedliche Prozessparameter – wie sie in Mehrprodukt-Anlagen anzutreffen sind – fordern die Korrosionsbeständigkeit der Werkstoffe zusätzlich heraus.

Leichte Montage

TÜV Süd Chemie Service befestigt gewogene und gekennzeichnete Korrosionsproben elektrisch isoliert auf einem Halter. Diese werden in die Anlage eingebracht und für ein festgelegtes Zeitintervall den Bedingungen an der Auslagerungsstelle ausgesetzt.

Für das Betriebspersonal ist der Aufwand auf den Ein- und Ausbau des Probenhalters begrenzt. Zur Erleichterung der Montage beziehungsweise Demontage liefert TÜV Süd Chemie Service fertig konfigurierte Basisprobenhalter, auf denen Korrosionsproben nach Kundenanforderungen montiert werden.

Diese sind mit einer mitgelieferten korrosionsbeständigen Schraube an einem im Betrieb angeschweißten Adapter zu befestigen.

Korrosionsproben sollten immer an kritischen Stellen montiert werden. Das sind Orte mit der stärksten zu erwartenden Werkstoffbelastung, etwa dem höchsten Chloridgehalt, der höchsten Temperatur oder der größten Strömungsgeschwindigkeit.

Für das Einbringen der Korrosionsproben gibt es Erfahrungen mit verschiedensten Standardkonstruktionen: Probenmontagen auf Blindflanschen, Zwischenflanschmontagen im Rohr, Befestigungen mit einer Schelle auf einer Rührerwelle oder um ein Einleitrohr sowie Montagen auf rückziehbaren Systemen. Kundenspezifische Einzelkonstruktionen sind auf Anfrage möglich.


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Ausgabe:
IQ 02/2018
Unternehmen:
Bilder:
Quelle: TÜV Süd
Quelle: TÜV Süd

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