Drehen und Schwenken von Lasten bis 550 kg

Dalmec hat mit dem Partner Equo einen pneumatischen Handhabungs-Manipulator entwickelt, der auch Dreh-und Schwenkbewegungen ausführen kann. Auf der Maintenance 2019 in Dortmund kann ein Modell des Partner Equo mit einer Aufnahmevorrichtung für Spulen besichtigt werden.

01. Februar 2019
Kürzlich entwickelte Dalmec eine Hebevorrichtung für das Be- und Entladen von Schweiß- und Bearbeitungszentren. Sie ist mit einem Permanentmagnet ausgestattet, was die Handhabung von metallischen Produkten verschiedener Formen, Gewichte und Größen erlaubt. Quelle: Dalmec GmbH
Bild 1: Drehen und Schwenken von Lasten bis 550 kg (Kürzlich entwickelte Dalmec eine Hebevorrichtung für das Be- und Entladen von Schweiß- und Bearbeitungszentren. Sie ist mit einem Permanentmagnet ausgestattet, was die Handhabung von metallischen Produkten verschiedener Formen, Gewichte und Größen erlaubt. Quelle: Dalmec GmbH)

Der Partner Equo wird ab einem Radius von 2,5 bis 4,5 Metern für Lasten bis zu 550 Kilogramm und mit einem vertikalen Hub von 1,25 bis 2,45 Metern hergestellt. In seiner Grundausführung verfügt der durch pneumatische Ausgleichszylinder gesteuerte Handhabungs-Manipulator über zwei Gelenke: „Das Hauptdrehgelenk sorgt dafür, dass der Manipulator endlos um die Hauptdrehachse gedreht werden kann, der Drehwinkel des mittleren Gelenks zwischen Parallelogramm und Auslegearm ist standardmäßig auf 315 Grad begrenzt“, erklärt Dieter Hager, Vertriebsleiter bei Dalmec.

Darüber hinaus sind die Handhabungs-Manipulatoren des italienischen Unternehmens modular aufgebaut, so dass Grundeinheit, Auslegearm und Aufnahmevorrichtung individuell zusammengestellt werden können. „Das Gerät kann also mit verschiedenen mechanischen oder pneumatisch betätigten Greifvorrichtungen ausgestattet werden. Unter anderem lassen sich auch pneumatische Versionen mit einem Endlos-Drehgelenk und einem pneumatischen Drehantrieb montieren“, erläutert Hager.

Mehr Präzision durch konstant gehaltenes Parallelogramm

Ein solches drittes Gelenk erlaubt die Ausführung von Dreh- und Schwenkbewegungen. So können beispielsweise alle Arten von Fässern sicher gehoben, gedreht und entleert werden. Der Antrieb ermöglicht ein präzises Ausgießen, wobei der Handhabungs-Manipulator den Gewichtsverlust kompensiert und in der Z-Achse stehen bleibt – ohne zusätzliche Betätigung einer Steuereinheit. Basis dafür ist ein spezielles patentiertes System für die Vertikalbewegung des pneumatischen Ausgleichszylinders, das das Parallelogramm konstant hält und eine gleichbleibende Bewegung sowohl im Leer- als auch im Lastgewicht über den gesamten Bereich des Arbeitshubes gewährleistet.

Wie jeder Manipulator von Dalmec lässt sich auch der Partner Equo in seiner Konstruktion und funktionellen Ausstattung auf die individuellen Handhabungsanforderungen im jeweiligen Betrieb abstimmen. „Die Greifer werden ebenfalls für den konkreten Anwendungsfall konzipiert“, erklärt Hager. „Auf diese Weise wird das Portfolio an Vorrichtungen und Anwendungsgebieten kontinuierlich erweitert.“

Beispielsweise entwickelte das Unternehmen kürzlich eine Hebevorrichtung für das Be- und Entladen von Schweiß- und Bearbeitungszentren. Diese ist mit einem Permanentmagnet ausgestattet, was die Handhabung von metallischen Produkten verschiedener Formen, Gewichte und Größen erlaubt. Eine ähnliche, neu konzipierte Greifvorrichtung ist speziell für das Handling von glühenden Teilen während der Bearbeitungsphasen an den Werkzeugmaschinen vorgesehen. Beide Greifer verfügen über das dritte pneumatische Gelenk, das die Drehung und Schwenkung erlaubt.

 

Ausführung komplett in Edelstahl

Außerdem können Manipulatoren des Typs Partner Equo und die dazugehörigen Aufnahmevorrichtungen entsprechend den Anforderungen der Reinheitsklassen in Lebensmittelbranche, pharmazeutischer und chemischer Industrie sowie in sterilen Bereichen komplett in Edelstahl gefertigt werden. Die Schweißnähte werden vorwiegend im MAG und MIG-Verfahren in Inertgasatmosphäre ausgeführt – den wichtigsten Faktoren für eine ästhetische funktionelle Ausführung – und verschliffen sowie geglättet. Die freiliegenden und sichtbaren Oberflächen werden anschließend poliert und gebürstet.

Der Manipulator kann grundsätzlich stehend, am Boden verfahrbar, hängend oder deckenverfahrbar gestaltet werden. „Bei Säulengeräten sind sechs verschiedene Verankerungsformen verfügbar“, so Hager. „Neben einer stabilen Grundplatte und einer entweder mit Gabelstapler oder Hubwagen verfahrbaren Version sind auch Grundplatten für den manuellen Transport, mit bodenverfahrbaren Profilschienen oder bodenversenkter Laufschiene umsetzbar.“

Als stationäres Deckengerät verschafft der pneumatische Manipulator einen freien Produktionsbereich. Sein Flansch ist mit Bohrungen für die Anbindung mittels Schrauben ausgestattet, was eine Befestigung am kundenseitigen Stahlträger oder an einer Konsole erlaubt. Die dritte Option ist ein verfahrbares Deckengerät, das komplett mit Laufwagen ausgeliefert wird.

„Das Laufsystem besteht aus zwei gegenüberliegenden U-Profilen aus speziellem Aluminium mit Federbandstahleinlage ohne Übergangsstellen“, erklärt Hager. „Die Verbindung zwischen den verschiedenen Teilen erfolgt dabei durch Schrauben.“ Die Befestigung der Laufschienen an die Stahlbaukonstruktion wird mittels Querträger und Aufhängungen umgesetzt.