Anlagenverfügbarkeit optimieren

Die digitale Plattform MAN CEON von MAN Energy Solutions sammelt Betriebs- und Sensordaten, wertet diese aus und ermöglicht eine Echtzeitüberwachung von Schiffs- oder Kraftwerksmotoren, Turbinen oder Kompressoren.

14. März 2019
MAN CEON sendet und verarbeitet Daten kontinuierlich und ist darauf ausgelegt, mehrere tausend Schiffe oder Anlagen gleichzeitig zu überwachen. Bild: MAN Energy Solutions
Bild 1: Anlagenverfügbarkeit optimieren (MAN CEON sendet und verarbeitet Daten kontinuierlich und ist darauf ausgelegt, mehrere tausend Schiffe oder Anlagen gleichzeitig zu überwachen. Bild: MAN Energy Solutions)

Das System integriert Daten und Informationen von MAN-Maschinen und ihrer operativen Umgebung und nutzt intelligente Analysetools zur Auswertung und Prognose. „MAN CEON bildet das Rückgrat des digitalen Servicegeschäfts, das wir entwickeln“, sagt Per Hansson, Head of Digital and Strategy bei MAN Energy Solutions. „All unsere Maschinen, ganz gleich ob Motor oder Turbomaschine, sind mit Hunderten von Sensoren ausgestattet, die ununterbrochen Daten übertragen. MAN CEON erlaubt die effiziente Sammlung, Speicherung und Auswertung dieser Datenmengen.

Das System ist skalierbar und darauf ausgelegt, mehrere tausend Schiffe oder Anlagen gleichzeitig zu überwachen und verfügt über eine Datenverarbeitungskapazität, die die vieler großer Social Media Plattformen um ein Vielfaches übersteigt. Zugleich können wir Kundensysteme wie bei einem ‚digital twin‘ bis in die kleinste Subkomponente hinein überwachen und auf Knopfdruck detaillierte Daten liefern. Dabei kommen cloud-basierte Technologien und Algorithmen zum Einsatz, die Probleme automatisch identifizieren und melden. Natürlich erfüllt die Plattform höchste ‚end-to-end‘-Sicherheitsanforderungen.“

MAN Energy Solutions baut eigenes Digitalteam weiter aus

Hinter der Entwicklung von MAN CEON steht das Digitalteam von MAN Energy Solutions. Die Einheit wurde 2016 ins Leben gerufen, um die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle für das Unternehmen voranzutreiben. „Das Digitale wird oft auf eine rein technische Ebene reduziert“, erläutert Hansson. „Tatsächlich ist es vor allem ein kulturelles, ein ‚Mindset‘-Thema. Digital zu denken, bedeutet vor allem, das eigene Geschäftsmodell immer schneller an den Einsatz neuer Technologien anzupassen.“

Ein wachsendes Team von IT-Experten, Softwareingenieuren und Datenanalysten arbeiten inzwischen im Team mit Kundenverantwortlichen und Fachexperten an der digitalen Wertschöpfungskette des Unternehmens, die von der Hardware über die Entwicklung cloudbasierter Plattformen und Front-End-Applikationen bis hin zu Datenanalyse-Lösungen reicht. „Wir werden weiter wachsen“, so Hansson. „Digitale Services, die Analyse von Maschinendaten und der Wandel zur Plattformökonomie sind zentrale Entwicklungsthemen, und wir sind der Schrittmacher.“

MAN CEON optimiert Anlagenverfügbarkeit

Sobald ihre Anlage mit MAN CEON verbunden ist, können Kunden über eine für sie programmierte Web-Applikation via PC oder mobilem Endgerät auf die Plattform zugreifen. Die Daten werden kontinuierlich gesendet und verarbeitet. Dabei gewährleisten eine abgesicherte Datenübertragung und ein mehrstufiges Berechtigungsverfahren bei der Anmeldung höchste Datensicherheit.

Die Betriebsdaten aller über MAN CEON vernetzten Anlagen und Schiffe können in Echtzeit an MAN-Servicecenter übertragen werden. Aus den Service Centern heraus unterstützen MAN-Experten Kunden proaktiv bei der Problemlösung und Wartung. Dabei helfen die Kommunikationsfunktionen von MAN CEON, die Video- und Audio Live-Chats ermöglichen.

„Mit MAN CEON können wir unsere Kunden noch besser bei der täglichen Arbeit unterstützen und die Verfügbarkeit und Effizienz von Anlagen optimieren, ganz gleich, ob es um ein Schiff auf hoher See, ein Kraftwerk oder eine industrielle Anwendung oder eine Ölplattform geht. Wir können auf ungewöhnliche Betriebszustände sofort reagieren und Lösungen anbieten“, sagt Hansson.