Aggregateüberwachung mit Klartextanzeige

Mit dem FAG SmartQB von Schaeffler steht der Industrie erstmals eine standalone-Komplettlösung für die Zustandsüberwachung von Elektromotoren, Pumpen und Lüfter zur Verfügung, die keinerlei spezifisches Wissen auf dem Gebiet der Schwingungsdiagnose erfordert und sehr leicht zu installieren ist.

06. Juni 2016
Mit dem FAG SmartQB steht der Industrie erstmals eine betriebsfertige Überwachungslösung für Elektromotoren, Pumpen und Lüfter zur Verfügung, die bei der Inbetriebnahme keinerlei spezifisches Wissen auf dem Gebiet der Schwingungsdiagnose erfordert und sehr leicht zu installieren ist. Bild: Schaeffler
Bild 1: Aggregateüberwachung mit Klartextanzeige (Mit dem FAG SmartQB steht der Industrie erstmals eine betriebsfertige Überwachungslösung für Elektromotoren, Pumpen und Lüfter zur Verfügung, die bei der Inbetriebnahme keinerlei spezifisches Wissen auf dem Gebiet der Schwingungsdiagnose erfordert und sehr leicht zu installieren ist. Bild: Schaeffler)

Das FAG-SmartQB-Frühwarnsystem besteht aus der FAG-SmartQB-Sensoreinheit (einer Variante des bekannten FAG SmartCheck), einem kubischen Gehäuse mit Touch-Panel und einem Kabel für Stromversorgung und Datenübertragung. Es wurde speziell für die Erkennung von Unregelmäßigkeiten an Elektromotoren, Pumpen, Lüftern und deren Wälzlager entwickelt und ist ab Werk fertig konfiguriert. Das Condition-Monitoring-System kann insgesamt fünf Fehlerursachen identifizieren und am Display ausgeben: Lagerschaden, Unwucht, Reibung/Kavitation (bei Kreiselpumpen), Temperaturanstiege sowie alle generellen Veränderungen in den Schwingungsmustern, die nicht eindeutig einem der zuvor genannten Fehlerursachen zuordenbar sind und weitere Analysemaßnahmen erforderlich machen. Aufgrund dieser automatisierten Fehlerzuordnung durch den FAG SmartQB sind schwingungstechnische Kenntnisse vom Instandhaltungspersonal nicht mehr erforderlich. Wartungsmaßnahmen und gegebenenfalls die Ersatzteilbestellung können durch die Fehlerzuordnung sofort eingeleitet werden.

Auch die Installation und Inbetriebnahme sind denkbar einfach. Jeder Betriebselektriker kann das System installieren und ohne schwingungstechnisches Vorwissen in Betrieb nehmen. Über das Touch-Display erhält das Personal alle relevanten Informationen, von der Montage über Handlungsempfehlungen im Fehlerfall bis hin zu den Kontaktdaten des technischen Supports. Beim ersten Start wählt der Kunde eine von 16 Sprachen aus und ersetzt gegebenenfalls die standardmäßig eingestellten Kontaktdaten des technischen Schaeffler-Supports durch eigene Angaben. Nach Auswahl der Komponente auf die der FAG SmartQB Sensor befestigt ist (Motor, Pumpe oder Lüfter), der Angabe „drehzahlvariable Maschine“ oder „drehzahlkonstante Maschine“ und der Eingabe des individuellen Aggregatnamens wählt der FAG SmartQB automatisch die beste Messkonfiguration aus und das System ist sofort bereit für den Lernmodus. Dieser läuft automatisch ab.

An einem Gehäuse können insgesamt sechs FAG-SmartQB-Sensoren in beliebiger Aufteilung auf einzelne Aggregate betrieben werden. Weitere FAG-SmartQB-Sensoren sind ebenso einfach über das Display hinzuzufügen wie bei der Erstinstallation. Nach der Inbetriebnahme zeigt das FAG-SmartQB-System am Display relevante Informationen wie zum Beispiel Betriebsstundenzähler, Fehlerhäufigkeit, Maximalwerte, Durchschnittswerte, Trendverläufe und den Alarmstatus von jedem einzelnen FAG-SmartQB-Sensor an. Bei einer Alarmierung einer nicht zuordenbaren Veränderung der Schwingungssignale empfiehlt der FAG SmartQB dem Instandhalter am Display die Messdaten für eine tiefere Analyse zum Beispiel dem technischen Schaeffler-Support zur Verfügung zu stellen.

Bevorzugte Anwendungen finden sich in der Zement-, Papier- und Stahlindustrie, der Wasserwirtschaft sowie im Maschinen- und Anlagenbau. In diesen Industrien wird das System zurzeit in verschiedenen Kundenprojekten validiert.