20. APRIL 2018

zurück

kommentieren drucken  

Mehrwerte durch Sensoren und Konnektivität


Eine richtig umgesetzte Unternehmensausrichtung zur smarten Fabrik bietet viel Potenzial – zum Beispiel bei der vorausschauenden Wartung.
Mehrseitiger Artikel:
  1 2 3

Durch Predictive Services sind wir in der Lage mit bestimmter Wahrscheinlichkeit Vorhersagen über Zustandsänderungen in der Zukunft zu machen. Der Vorteil ist, dass man auf gewisse Situationen besser vorbereitet ist und dieser Kenntnisstand bereits in der Planung optimiert genutzt werden kann. Es passieren weniger Ausfallzeiten und die Wartung findet nur dann statt, wenn es sein soll/muss und kann darüber hinaus in Zeiten passieren, die weniger oder gar nicht produktionsrelevant sind. Ein Studie des Weltwirtschaftsforums und des Beratungsunternehmens Accenture hat gezeigt, dass durch den Einsatz von Predictive Maintenance die Wartungskosten um 30 Prozent und die Ausfallzeiten um 70 Prozent gesenkt werden konnten.

Intelligente Sensorik und Vernetzung

Ein entscheidender Faktor ist hier die Mustererkennung. Für die Maschinenlernumgebung ist eine intelligente Sensorik und Vernetzung notwendig. Über die erfassten Daten (Big Data) kann dann mittels Analytics eine automatisierte Mustererkennung laufen, oder man bedient sich entsprechender Analyse-Experten (Data Analyst) am Markt, um wiederkehrende Mustererkennung zu betreiben. In einer smart vernetzten Produktion mit intelligenten Maschinen ist es auch vorstellbar, dass Komponenten selber mit Hilfe eines digitalen Produktdatenblattes gleich eigene Muster (Fingerprint) mitliefern, die zum Beispiel zu bekannten Fehlern führen. SAP bietet mit dem Asset Intelligent Network (AIN) basierend auf der SAP Hana Cloud Platform (HCP) dafür bereits heute eine entsprechende Cloud-Datenbanklösung.

Dann sind wir schon fast in der finalen Industrie 4.0 Phase 4 angekommen. Die Sensoren melden die Daten, die Vernetzung transportiert die Daten an die richtige Stelle und mit intelligenten Algorithmen wird aus Big Data endlich Smart Data. Somit ist die Basis für eine autonome oder teilautonome Produktion gelegt. In unserem Beispiel kann der Instandhaltungsplan automatisch unter Einbezug der Sensoren und Mustererkennung und unter Berücksichtigung der Auftragslage in Echtzeit optimiert werden. Vor Ort wird dem Instandhalter dann auf dem Tablet oder in der Datenbrille die Arbeitsanweisung angezeigt und die Durchführung kontrolliert. Nach Abschluss der Arbeiten meldet sich die Anlage wieder selbständig zum Dienst.

Viele Unternehmen sind somit schon drin, auf dem richtigen Weg zur smarten Fabrik und wissen es vielleicht noch gar nicht. Wenn man eine Vision hat, ist es auch gar nicht mehr schwierig die, richtigen Entscheidungen heute zu treffen, um die Vision in kleinen Schritten umzusetzen und schon jetzt davon zu profitieren.


Mehrseitiger Artikel:
  1 2 3
Datum:
10.04.2017
Unternehmen:
Bilder:
Trebing + Himstedt
Trebing + Himstedt
Trebing + Himstedt
Trebing + Himstedt
Trebing + Himstedt

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 


i-Quadrat 1/2018

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben