11. DEZEMBER 2017

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Produktivitätssprung durch perfektes Timing


Eine schnelle IIoT-Datenverarbeitung verbessert die Produktivität. Ein integriertes ERP-System bildet dabei das digitale Rückgrat, um Daten in Echtzeit auszutauschen. Das zeigt auch ein Beispiel der Forschungsinitiative 'SmartFactoryKL', bei der auch der ERP-Anbieter Proalpha beteiligt ist.
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Die Digitalisierung von Produkten und Anlagen wird unter dem Schlagwort Industrial Internet of Things (IIoT) im Mittelstand immer stärker umgesetzt. Grundidee ist die Optimierung der industriellen Prozesse und Abläufe durch intelligente Vernetzung und die Auswertung großer Datenmengen. In der Industrie 4.0-Produktion erfassen Sensoren die Mess- und Statusinformationen und leiten diese über vernetzte Systeme weiter. Für die Unternehmen geht es darum, ihre Produktionsprozesse auf Basis dieser Daten zu automatisieren und im laufenden Betrieb flexibel an sich verändernde Anforderungen, in Echtzeit, anzupassen.

Dabei definieren Produktionsunternehmen den Begriff „Echtzeit“ ganz unterschiedlich: In einigen Anwendungsfällen zählen Bruchteile von Sekunden, anderswo werden Reaktionszeiten im Bereich von Sekunden bis hin zu Minuten noch als Echtzeit verstanden. Wichtig ist aber immer: Es darf keine wahrnehmbare Verzögerung der betrieblichen Prozesssituation entstehen.

Schnelle IIoT-Datenverarbeitung verbessert die Produktivität

Je automatisierter ein Prozess gestaltet wird, umso mehr muss auch die Überwachung automatisiert sein. Genau dann trägt die verzögerungsfreie Verarbeitung von Daten dazu bei, die Produktivität zu steigern. Ein Musterbeispiel ist das Monitoring von Maschinen: Hier erfassen Sensoren laufend Kenngrößen wie Temperatur, Geräusche, Drehzahl oder Verfärbungen. Dies erlaubt das zeitnahe Eingreifen, wenn bestimmte Schwellwerte über- oder unterschritten werden. Etwa wenn die Maschine zu stark vibriert oder das Werkzeug zu heiß wird. Verknüpft man die aktuellen Statusdaten mit Werten zu vergangenen Maschinenausfällen, lastabhängigen Zuverlässigkeitsanalysen und Verschleißmodellen, lassen sich aus den Echtzeitdaten schnell Fehleranalysen ziehen.

Die horizontale Integration dieser Echtzeitdaten mit weiteren relevanten kaufmännischen und technischen Informationen aus der ERP-Datenbank und anderen Quellen führt zu weiteren Schritten. So erstellt das ERP-System beispielsweise automatisch den nötigen Wartungsauftrag, sobald sich ein Verschleißproblem bei einer Maschine abzeichnet.

Ein Beispiel hat die Forschungsinitiative 'SmartFactoryKL‘, bei der auch Proalpha beteiligt ist, in ihrem Demonstrator erarbeitet: Über RFID-Tags sind die einzelnen Werkstücke mit produktionsrelevanten Informationen ausgestattet. Wie digitale Arbeitspapiere werden diese mit flexiblen Fertigungsstationen ausgetauscht und das Material wie auch der Fortschritt können so auf dem Weg durch die Produktion verfolgt werden.

Probleme schneller beheben

Je enger eine Produktion bereits getaktet ist, umso gravierender sind die potenziellen Folgen eines Maschinenausfalls. Auch hier hilft die enge Integration mit einer ERP-Lösung. Meldet eine Maschine den Status „Störung“, leitet die Software nachfolgende Aufträge auf Alternativressourcen um oder sie priorisiert weniger zeitkritische Aufträge zurück. Dies stellt Liefertermine sicher.


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Datum:
06.12.2017
Unternehmen:
Bilder:
iStock.com/yoh4nn

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