23. NOVEMBER 2017

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Wachstumskurs hält an


Management

Industrieservice - Der ›Branchenmonitor 2017‹ des WVIS Wirtschaftsverband für Industrieservice bestätigt, dass das Kraftwerksgeschäft stark unter der Energiewende leidet. Trotzdem wächst die Industrieservice-Branche weiter.

Zum ersten Mal und als erste Markterhebung zum Industrieservice überhaupt befragte der Branchenmonitor des WVIS sowohl Anbieter als auch Kunden. Der Branchenmonitor 2017 ist in Zusammenarbeit mit Performance Consulting unter Leitung von Prof. Kerstin Seeger entstanden.

Aufträge in den Bereichen Automotive, Chemie und Pharma kompensieren die Ausfälle im Kraftwerkssektor infolge der aktuellen Energiepolitik in Deutschland. Insbesondere Branchen, die sich der Digitalisierung öffnen und ihre Prozesse umstrukturieren, werden künftig noch mehr qualifizierte Servicepartner benötigen, die mit ihnen auf Augenhöhe planen, wirtschaften und die Produktionsprozesse intelligent lenken.
Die Energiebranche bleibt trotz oder gerade wegen der Energiewende jedoch weiterhin eine wichtige Zielbranche für die Servicedienstleister, denn Versorgungssicherheit kann nur mit gut instand gehaltenen, effizienten Anlagen erreicht werden.
Im Jahr 2016 konnte der Industrieservice hierzulande 1,8 Prozent Wachstum verzeichnen. Damit verzeichnet die Branche bereits seit mehreren Jahren infolge ein konstantes Umsatzplus. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die Kunden. Genau 86 Prozent der Befragten Kunden stimmen voll oder zum Teil der Aussage zu, dass der Industrieservice dazu beiträgt, die Produktion am Standort Deutschland zu sichern.
85 Prozent der befragten Kundenunternehmen sind der Überzeugung, die Leistungen des Industrieservice tragen dazu bei, die Qualität der jeweiligen Produkte zu verbessern. Die größte Bedeutung des Industrieservice sehen die befragten Industrieunternehmen beim Thema IT-Sicherheit mit über 35 Prozent und bei der Unterstützung der fachlichen Kompetenz von Mitarbeitern mit 23 Prozent.
Die Industriedienstleister sehen laut WVIS-Branchenmonitor erhebliche Wachstumspotenziale bei klassischen Dienstleistungen wie auch im Bereich von Industrie 4.0 und Themen wie Datenschutz und Datensicherheit.
Die Dienstleister rücken kontinuierlich weiter in die Primärprozesse der industriellen Wertschöpfungskette vor. Dieser Effekt wird sich auch auf Europa ausweiten. Die Industrie befindet sich mitten in einem Wandlungsprozess.
Der Vorteil des Industrieservice liegt darin, dass die Unternehmen dieser Branche flexibel auf die Markveränderungen reagieren können. Mit einem Anteil von 59 Prozent ist das Thema Instandhaltung derzeit immer noch die wichtigste Dienstleistung.
Mit steigenden oder stark steigenden Umsätzen rechnen die Dienstleister in den Bereichen Softwarelösungen (86 Prozent), Qualitätssicherung/Überwachung (82 Prozent) und Instandhaltung (75 Prozent). Auch Engineering (74 Prozent), Beratung/Planung (70 Prozent) und Personaldienstleistungen (70 Prozent) bieten in den Augen des Industrieservice hohes Potenzial für Umsatzzuwächse.
Große Wachstumschancen rechnet sich der Industrieservice bei den Themen innovative Dienstleistung (92 Prozent), Industrie 4.0 (84 Prozent), Energieeffizienz (78 Prozent), Nachhaltigkeit (71 Prozent) und IT-Sicherheit (65 Prozent) aus.
Der Industrieservice ist und bleibt eine personalintensive Branche. Mittelfristig wird es jedoch eine Verschiebung beim Bedarf von gewerblichen Kräften hin zu Fachkräften geben. Die voranschreitende Digitalisierung wird die Arbeitsplätze auch im Service sukzessive verändern.

www.wvis.eu

Ausgabe:
IQ 02/2017
Unternehmen:
Bilder:
Quelle: Fotolia/fotoslaz

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