24. NOVEMBER 2017

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Funk-Kommunikation


Markt

Energieeffizienz - Als energieintensiver Betrieb hat die NSG Group im Gladbecker Werk ein Energiemanagement-System eingeführt. Das Radioline-System von Phoenix Contact überträgt die erfassten Zählerdaten nun per Funk und hilft, Kosten zu sparen.
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Die NSG Group stellt Glasprodukte für die Automobilindustrie und das Baugewerbe her. Eine von mehreren deutschen Produktionsstätten ist das Werk in Gladbeck, das 1972 von der Flachglas AG gebaut wurde. 1980 übernahm der englische Glashersteller Pilkington die Mehrheit an der AG. Seit 2006 gehört Pilkington zur japanischen NSG Group, einem der international führenden Glashersteller.

In Gladbeck werden an zwei Produktionslinien im Floatglasverfahren Flachglas sowie im Offline-Beschichtungsverfahren hochwertige Wärmedämm- und Sonnenschutzgläser hergestellt. Das Glasgemenge setzt sich aus verschiedenen Rohstoffen zusammen. Mit rund 60 Prozent stellt der in der Natur nahezu unbegrenzt vorkommende Quarzsand den Hauptbestandteil dar. Ebenso wie die anderen Rohstoffe wird er im sogenannten Gemengehaus in Silos gelagert. Von dort gelangen sie in einen Mischer, der sie zu einem Gemenge verarbeitet.
Bevor das Gemenge über Transportbänder zur Schmelzwanne gefördert wird, überprüfen es die Mitarbeiter im Werkslabor auf Reinheit. In der Schmelzwanne wird das Gemenge auf 1.600°C erhitzt. Nachdem zahlreiche weitere Stationen durchlaufen worden sind, kommen die 6 Meter langen und 3,21 Meter breiten Glastafeln schließlich in der Auslaufzone an. Sofern sie nicht direkt an die Kunden ausgeliefert werden, werden sie eingelagert und später an fast alle europäischen Standorte der Gruppe verschickt.

Installation neuer Zähler

Im Jahr 2013 hat die NSG Group in Gladbeck eine Lösung zur effizienten und transparenten Auswertung der Verbrauchsdaten eingeführt. Zwecks Erfassung der relevanten Werte sind dazu mehr als 70 neue Stromzähler installiert worden. Einige der in den Fertigungshallen verbauten Modbus-basierten Geräte konnten über das vorhandene Prozessleitsystem eingebunden werden.
»Als größere Herausforderung haben sich die auf dem weitläufigen Unternehmensgelände befindlichen Zähler erwiesen«, berichtet Björn Niemann, als Leiter Technische Dienste bei der NSG Group im Werk Gladbeck tätig. »Aufgrund der großen Entfernungen war es uns nicht möglich, die Zähler per Kabel in das Energiemanagement-System zu integrieren. Der Aufwand wäre immens gewesen und hätte die Kosten deutlich erhöht.«


Deshalb hatten Niemann und der für die Projektplanung zuständige Kollege Manuel Romberg die Idee, die Zähler per Funk zu vernetzen. »Und da wurden wir mit der nächsten Herausforderung konfrontiert«, erzählt Romberg. »Denn normalerweise benötigen Funksysteme eine Sichtverbindung, damit sie zuverlässig funktionieren. Das ist bei keinem der Zähler der Fall. Vielmehr müssen mehrere im Weg stehende Gebäude und Wände überwunden werden.«
Mit diesen Rahmenbedingungen wurden Niemann und Romberg auf die Funklösung von Phoenix Contact aufmerksam und baten um technische Unterstützung. Wegen der anspruchsvollen Umgebungsbedingungen reiste der Funkspezialist Stefan auf dem Graben mit entsprechendem Equipment an, um die Funkstrecke im Vorfeld zu testen.
Bereits nach einer Stunde war klar, dass sämtliche Messstellen per Funk erreicht werden können. »Uns hat die schnelle und kompetente Hilfestellung begeistert«, erklärt Björn Niemann. »Wir konnten kaum glauben, dass das Radioline-System die Energiedaten selbst durch mehrere Hallen, Wände und andere Hindernisse weiterleiten kann.«


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Ausgabe:
IQ 02/2017
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Quelle: Phoenix Contact

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