23. NOVEMBER 2017

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Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0


Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und Partner haben im Auftrag des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) eine Studie zum Thema „Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für KMU des verarbeitenden Gewerbes“ erstellt. Die Studie identifiziert Best-Practice-Beispiele und gibt konkrete Handlungsempfehlungen.
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Unternehmen setzen Industrie-4.0-Technologien vorrangig ein, um wirtschaftliche Kennzahlen zu verbessern. Beispiele seien Kundenzufriedenheit, Stabilität der Prozesse oder Produktivität, meint IPA-Projektleiter Ivan Bogdanov. Die Ressourceneffizienz betrachten sie entweder getrennt oder sie lassen sie außen vor. Auch die Forschungsliteratur behandle die Wechselwirkungen zwischen den beiden Themen nur am Rande. Ziel der neuen Studie ist es daher, gerade dieses Zusammenspiel zu beleuchten.

Im Zentrum stehen die Fragen, welche Technologien KMU zur Steigerung der Ressourceneffizienz verwenden können und wie sich diese Themen gegenseitig beeinflussen. Der Fokus liegt auf dem verarbeitenden Gewerbe, insbesondere dem Maschinenbau, der Kunststoff- und Elektronikindustrie. „Hier werden einerseits viele Ressourcen verbraucht, andererseits sind die ausgewählten Branchen bei Industrie 4.0 besonders weit“, weiß Bogdanov.

Zehn Best-Practice-Unternehmen analysiert

Als Methode kombiniert das Konsortium einschlägige Literatur mit den Ergebnissen aus Fallbeispielen, einem Industrieworkshop und der Tagung »Ressourceneffizienz durch Digitalisierung «. Nachdem die Grundlagen beider Konzepte dargestellt sind, geht die Studie mit zehn Fallbeispielen aus der Industrie auf die Mehrwerte der Technologien ein. „Wir haben Fortgeschrittene, Experten und Vorreiter in Sachen Industrie 4.0 identifiziert, deren Maßnahmen analysiert und die Auswirkungen auf die Ressourceneffizienz herausgearbeitet“, fasst Bogdanov zusammen. Dabei war es den Wissenschaftlern wichtig, Unternehmen aus verschiedenen Digitalisierungsebenen vorzustellen.

Zu den Best-Practice- Beispielen gehört auch der Druckluftsystemhersteller Mader, der durch intelligentes Druckluftmanagement, basierend auf Echtzeitdaten, seinen Kunden einen transparenten Einblick per App in deren Druckluftanlagen ermöglicht. Mader steigert damit nicht nur die Produktivität, sondern auch die Ressourceneffizienz. „Wir stellten zum Beispiel fest, dass solche Informationen viele Verschwendungen zunächst einmal aufdecken und eine sehr gute Basis bilden, um die Ressourceneffizienz zu steigern“, bestätigt Bogdanov. In einem anschließenden Workshop mit der Industrie und der Fachtagung wurden die Erkenntnisse weiter diskutiert und vertieft.

KMU nutzen Industrie 4.0 für Ressourceneffizienz viel zu wenig

Eines der wichtigsten Studienergebnisse ist, dass Industrie-4.0-Technologien ein hohes Potenzial für die Steigerung der Ressourceneffizienz mit sich bringen, Unternehmen dieses aber kaum nutzen. So ist Industrie 4.0 bei KMU zwar bekannt, aber noch nicht ausreichend verbreitet. „Viele Unternehmen verfügen nicht über die nötigen IT-Standards, haben ein Informationsdefizit oder keine Investitionssicherheit“, informiert Bogdanov. Als Handlungsempfehlung für die Politik schlägt das Werk daher vor, die Voraussetzungen für den Einstieg in Industrie 4.0 zu schaffen, beispielsweise Breitbandausbau oder IT-Sicherheit. Außerdem sollen mehr Industrie-4.0-Beratungsangebote für KMU konzipiert werden, die Ressourceneffizienz von Beginn an berücksichtigen.


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Datum:
16.08.2017
Unternehmen:
Bilder:
„Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für KMU des verarbeitenden Gewerbes“, VDI ZRE/ Fraunhofer IPA
„Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 – Potenziale für KMU des verarbeitenden Gewerbes“, VDI ZRE/Fraunhofer IPA

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