24. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Demonstrations- und Testanlage für Industrie 4.0


Realistische Testbedingungen sind eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung von Industrie 4.0-Anwendungen in der Prozessindustrie. Genau dafür errichtet und betreibt Bilfinger im Auftrag der Interessengemeinschaft Regelwerke Technik (IGR) e.V. eine neue Testanlage in Frankfurt am Main.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Bilfinger Maintenance, die deutsche Landesgesellschaft für industrielle Instandhaltung, greift dabei auf ihre rund 20-jährige Erfahrung mit Testaufbauten von Feldbussystemen zurück. Ziel des Projekts ist es, die Digitalisierung in der Prozessindustrie voranzutreiben. Die IGR als Zusammenschluss von ca. 30 Gesellschaften der chemischen und pharmazeutischen Industrie und ihrer Dienstleiter fördert die Weiterentwicklung der technischen Kompetenz bei der Planung, Genehmigung, Errichtung, dem Betrieb, der Instandhaltung bis zur Entsorgung verfahrens- und energietechnischer Anlagen.

Für die Entwicklung innovativer Abläufe müssen die Prozess- und Diagnosedaten sämtlicher Betriebs- und Fehlzustände verfügbar gemacht werden. Bisherige Entwicklungskonzepte scheiterten indes oftmals daran, dass Anlagenbetreiber ihre Daten nur ungern bereitstellen. In der Testanlage werden Industrie 4.0-Anwendungen deshalb unter realen Bedingungen getestet und Prozess- und Diagnosedaten für Cloud-Anwendungen generiert.

Realistische Testbedingungen für komplexe Prozesse

Zu den wichtigsten Anwendungen zählen die Prüfung von Hardware- und Software-Konzepten zur Messwerterfassung im Prozess, die Eignungsprüfung von Internet-Security-Konzepten zur Datenübertragung in die Cloud sowie die Entwicklung von Softwaretools in der Cloud unter realistischen Voraussetzungen. Die beteiligten Unternehmen können die Anlage unkompliziert und ohne aufwendiges Zustimmungs-Procedere nutzen.

Bilfinger legt die Anlage so aus, dass sich Testaufbauten und -abläufe flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen. Durch seine Expertise in der Instandhaltung von Feldgeräten ist Bilfinger in der Lage, das Prüf- und Simulations-Equipment so zu integrieren, dass sich realistische Fehlzustände gezielt und reproduzierbar einstellen lassen: Das gilt sowohl für unerwünschte Betriebszustände im Prozess als auch für Störungen der Gerätetechnik, wie sie etwa bei Alterungseffekten auftreten.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Datum:
14.07.2017
Unternehmen:
Bilder:
Bilfinger SE
Bilfinger SE
Bilfinger SE

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 


i-Quadrat 2/2017

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben