23. NOVEMBER 2017

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Verfügbarkeit maximieren


In Mülheim an der Ruhr betreibt Turck ein Distributionszentrum, in dem Komponenten unterschiedlicher Hersteller eine intralogistische Einheit bilden. Unitechnik verantwortet den Service im Logistikzentrum. Zu den Leistungen gehören vorbeugende Wartungsmaßnahmen an Schaltschränken, Antrieben, Sensorik und Sicherheitstechnik.
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Die Hans Turck GmbH & Co. KG mit Sitz in Mülheim an der Ruhr ist die weltweite Vertriebs- und Marketingzentrale der global agierenden Unternehmensgruppe Turck, eines Spezialisten für Industrieautomation. Industrielle Endkunden in Deutschland, Schweden und Frankreich, Distributoren, Großhändler sowie die ausländischen Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt werden vom dortigen Logistikzentrum aus beliefert. Als Startpunkt der Versorgungskette muss die Anlage jederzeit verfügbar sein. Garanten für einen störungsfreien Betrieb sind ein zuverlässiger Anlagenservice mit kurzen Reaktionszeiten und eine regelmäßige präventive Wartung von Elektronik und Mechanik.

Der Auftrag für Wartung und Service liegt bei Unitechnik. Der Systemintegrator hat bereits ein umfangreiches Retrofit an der Anlage vorgenommen und das Kleinteilelager um eine dritte Gasse erweitert. Mit der Strategie, regelmäßige Modernisierungen und klar fixierte Wartungs- und Serviceintervalle zu kombinieren, hat Turck unter anderem seine Kommissionierleistung seit 2010 um mehr als 60 Prozent gesteigert.

Der Automatisierungsmarkt verzeichnet weltweit ein starkes Wachstum. Als eines der führenden Unternehmen im Bereich Industrieautomation profitiert auch Turck von dieser Entwicklung: Im Geschäftsjahr 2015 knackte das Unternehmen erstmals die Umsatzmarke von 500 Millionen Euro und erzielte ein währungskursbereinigtes Wachstum von sechs Prozent. „Auch in den letzten fünf Jahren sind wir prozentual etwa in dieser Größenordnung gewachsen“, präzisiert Ulrich vom Bovert, Leiter Einkauf und Logistik bei Turck. Das kontinuierliche Wachstum spiegelt sich im europäischen Zentrallager in Mülheim an der Ruhr wider.

Immer wieder wurde die Logistikanlage erweitert, modernisiert und umgebaut. Was 1996 mit einem eingassigen automatischen Kleinteilelager (AKL) begann, ist heute zu einem Distributionszentrum mit Platz für 12.000 Behälter im AKL und weiteren 2.200 im manuellen Bereich geworden. Rund 100.000 Pakete werden pro Jahr vom Ruhrgebiet aus zu Kunden rund um den Globus verschickt. Um das wachsende Versandaufkommen zu bewältigen, implementierte Turck bereits 2001 eine zweite Lagergasse, die dritte kam 2013 dazu. Dass die Anlage während ihrer über 20-jährigen Betriebsdauer kontinuierlichen Veränderungen unterzogen wurde, macht sich an der Intralogistik bemerkbar. „Neben neuen Komponenten sind in unserem Lager auch noch einige ältere Fördertechnikteile zu finden. Dazu kommt, dass die Bestandteile der Intralogistik teilweise von unterschiedlichen Herstellern stammen“, erklärt Ulrich vom Bovert. „Das macht eine professionelle Wartung und Instandhaltung der Anlage so wichtig – und auch so komplex.“ 

Systemintegrator übernimmt die Wartung

Im besten Fall bilden alle Einzelkomponenten aus den unterschiedlichen Ausbaustufen der Anlage eine Einheit und interagieren störungsfrei. Nicht immer entsprachen die Abläufe bei Turck diesem Ideal. „Wir hatten zwar auch früher schon einen externen Dienstleister für Wartung und Instandhaltung. Mit der wachsenden Komplexität der Anlage wurde dieser Service unseren Anforderungen aber nicht mehr gerecht“, erinnert sich Ingo Frank, Verantwortlicher für die Anlagentechnik am Standort Mülheim. Ein großer Nachteil war beispielsweise die fehlende Möglichkeit einer Fernwartung. „Wegen jeder Kleinigkeit musste ein Techniker vor Ort sein. Bei einer Anfahrt von bis zu vier Stunden führte das manchmal zu längeren Ausfällen der Anlage“, so Ingo Frank. Im Zuge der umfassenden Modernisierung von Steuerungs- und Antriebstechnik sowie des Lagerverwaltungssystems im Jahr 2010 entschied sich Turck daher, auch beim Service neue Wege zu gehen


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Datum:
08.05.2017
Unternehmen:
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Unitechnik
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