24. NOVEMBER 2017

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Krananlagen für Pumpspeicherwerk komplett modernisiert


Konecranes hat für die Schluchseewerk AG im Pumpspeicherkraftwerk Witznau im Südschwarzwald veraltete Komponenten demontiert und die Maschinenhaus-Zweiträgerbrückenkrane mit neuen Hilfshubwerken und digitalen Features ausgestattet. Sie machen Transportprozesse im Kraftwerk Witznau jetzt deutlich sicherer, effizienter und können bei Bedarf von nur einem Kranführer gesteuert werden.
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Im Südschwarzwald ist die Energiewende seit Jahrzehnten Realität. Rund um den Schluchsee liefern fünf Pumpspeicherkraftwerke der Schluchseewerk AG aus Laufenburg umweltfreundliche Ener-gie. Das Wasser aus dem See treibt die Turbinen der Kraftwerke an. Sie erzeugen mit ihren Generatoren Strom – jährlich rund 2,2 Milliarden Kilowattstunden.

Die rund 360 Mitarbeiter der Schluchseewerk AG decken so rechnerisch den Jahresstromverbrauch von rund 630.000 Haushalten. Seit 1943 ist das Pumpspeicherkraftwerk Witznau in Betrieb. Hier fällt das Wasser des Schluchsees aus 250 Meter Höhe in den mehr als neun Kilometer langen Druckstollen; rund 130 Kubikmeter Wasser drücken pro Sekunde gegen die Rotorblätter der Turbinen. Sie treiben die vier Generatoren an, die den Strom erzeugen – mit einer Leistung von 220 Megawatt.

Jetzt müssen die jeweils mehr als 200 Tonnen schweren Generatoren zur Revision. Dafür benötigt die Schluchseewerk AG extrem tragfähige Krane. Sie sollen die Generatorenwellen präzise positionieren und Kollisionen zwischen Rotor und Stator beim Anheben verhindern. Konecranes hat deshalb für die Schluchseewerk AG wichtige, in die Jahre gekommene Komponenten der Krananlagen demontiert und er-setzt sowie die Katzbahn eines der beiden Maschinenhaus-Zweiträgerbrückenkrane exakt vermessen und geprüft.

Um die Sicherheit beim Ein- und Ausbau sowie beim Transport der Generatorenkomponenten zu erhöhen, hat Konecranes die Krananlagen mit neuer Antriebs- und Steuerungstechnik ausgestattet. „Das hier ist eine besondere Aufgabe, weil keine Konstruktionszeichnungen der beiden Maschinenhauskrane mehr existieren“, erklärt Andreas Scheerer, Leiter der Modernisierungsabteilung bei Konecranes. Zudem erfolgte die Montage der Komponenten in Einzelteilen, weil in der Kraftwerkshalle zwischen Träger und Hallendecke kein Platz für den Einsatz eines Autokrans ist.

Konecranes hat im Kraftwerk Witznau unter anderem neue Hilfshubwerke, Getriebemotoren und Schmiersysteme für die Zweiträgerbrückenkrane installiert. Zusätzlich hat der Kran- und Hebetechnikhersteller beide Maschinenhauskrane mit rückspeise-fähigen Frequenzumrichtern für stufenloses Heben und Fahren ausgestattet sowie die Schaltschränke und elektrischen Anschlüsse komplett modernisiert.

 Eine Fernsteuerung für zwei Krane im Tandembetrieb

Um Komponenten und die Generator-Polräder zu heben, verfügen die zwei Maschinenhauskrane im Kraftwerk Witznau jeweils über ein Haupthubwerk mit 120 Tonnen und ein Hilfshubwerk mit 12,5 Tonnen Tragkraft. „Für den sicheren Transport der Generatoren ist die gesamte Kraft beider Haupthubwerke nötig“, erläutert Andreas Scheerer. Die Hilfshubwerke konnten nicht mit der geforderten Technik nachgerüstet werden, „wir haben deshalb die beiden alten Hilfshubwerke gegen neue ausgetauscht“. Sie drehen mit ihren jeweils 12,5 Tonnen Tragkraft bei 30 Meter Hubhöhe jetzt Komponenten während der Montagearbeiten in die richtige Position und unterstützen so die Haupthubwerke. Zugleich lassen sie sich komplett autark nutzen.


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Datum:
18.04.2017
Unternehmen:
Bilder:
Konecranes
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