23. NOVEMBER 2017

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Stimmung bessert sich


Die Stimmung im Industrieservice-Markt in Deutschland bessert sich. Das ist eines der Ergebnisse der Lünendonk-Liste und -Studie 2016 „Führende Industrieservice-Unternehmen in Deutschland “.

Nach zwei verhaltenen Jahren mit einem durchschnittlichen Wachstum von unter einem Prozent zeigen sich die Unternehmen mit Wachstumsraten von durchschnittlich 2,9 Prozent im Geschäftsjahr 2015 erholt. Dies gilt sowohl für die fünfzehn führenden Anbieter, die auf der im Juli veröffentlichten Lünendonk-Liste geführt sind (+2,7%), als auch für alle 39 in die aktuelle Lünendonk-Studie 2016 einbezogenen Unternehmen.

Die Prognosen der Anbieter bestätigen die positive Entwicklung: Mittelfristig erwarten sie einen Anstieg auf rund 5 Prozent pro Jahr. Getrieben wird diese Entwicklung von zusätzlichen Outsourcing-Projekten und einer steigenden Nachfrage nach Beratung. Gleichzeitig geht der Anteil des anorganischen Wachstums bei den 15 führenden Anbietern wie auch allen Unternehmen zurück. Diesen Hinweis auf eine substanzielle Erholung im Markt bestätigen Ergebnisse der ab sofort verfügbaren Lünendonk-Studie 2016 „Industrieservice-Unternehmen in Deutschland“.

  Dienstleister rechnen mit vermehrten Outsourcing-Projekten

Aktuell sehen 16 von 18 antwortenden Studienteilnehmer einen klaren Trend zu weiteren Outsourcings. Dies ist eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich zudem ein Trend fort, der in den vergangenen Jahren deutlich abgeflacht ist. Indes sind zusätzliche Fremdvergaben im Marktvolumen noch nicht sichtbar, das laut Branchenverband WVIS mit rund 20 Milliarden Euro stabil bleibt.

 „Der junge Industrieservice in Deutschland entwickelt sich kontinuierlich weiter und erhöht die Wertschöpfung für seine Kunden. Erste Dienstleister nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung für Smart Maintenance und Beratungsleistungen werden stärker nachgefragt“, kommentiert Thomas Ball, Consultant bei Lünendonk und Studienautor. Inwiefern sich diese Veränderungen im Marktvolumen niederschlagen werden, bleibt abzuwarten. Zwar decken die Umsätze der Studienteilnehmer rund 40 Prozent des Marktvolumens ab, lokale Anbieter von Einzelgewerken spielen jedoch weiter eine wichtige Rolle bei der Vergabe von Aufträgen.

  Wissensbasierte Leistungen werden stärker nachgefragt

 71 Prozent der antwortenden Unternehmen sehen Wachstumschancen mit Beratungsumsätzen. Den größten Anteil nehmen dabei die Instandhaltungskonzepte ein. Sowohl Anlagen- und Standortoptimierung als auch Arbeits- und Umweltsicherheit spielen innerhalb der nachgefragten Beratungsumsätze nur eine untergeordnete Rolle. Für die Dienstleister entwickelt sich ein Geschäftsfeld, dass nur zum Teil durch auf Beratungsleistungen spezialisierte Unternehmen abgedeckt ist.

Die Industrieservice-Unternehmen erwarten durch den steigenden Anteil von Beratungsleistungen, die aktuell im Durchschnitt für 7,1 Prozent des gewichteten Inlandsumsatzes stehen, sowie durch die Digitalisierung eine Veränderung des Branchenimages hin zu einer stärker wissensorientierten Dienstleistung. Hiervon sind mittelfristig positive Auswirkungen auf die zusätzliche Vergabe von bisher intern erbrachten Leistungen zu erwarten sowie auf die Attraktivität des Wirtschaftszweiges für Nachwuchskräfte.

Datum:
07.09.2016
Unternehmen:
Bilder:
Lünendonk

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