24. NOVEMBER 2017

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Moderner und sicherer


Markt

Retrofit - Im Rahmen eines Retrofits von vier Werkzeugmaschinen hat Dörries Scharmann Technologie (DST) – ein Unternehmen der Starrag Group – die mechanische Werkstatt bei RWE Power in Frechen bei Köln modernisiert und sicherer gemacht.
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Das RWE-Technikzentrum besitzt vier Bohrwerke von DST: zwei Scharmann WFT sowie eine Scharmann FB 100 aus den 1970er-Jahren und eine Scharmann Heavycut, Baujahr 1983. »1996 begannen wir zusammen mit DST mit der ersten Generalüberholung und Modernisierung«, sagt Willi Spelter, langjähriger Mitarbeiter der mechanischen Fertigung und heutiger Projektleiter für Instandhaltung unter anderem von Werkzeugmaschinen. »Ein großes Retrofit stand dann 2013 bei den beiden WFT wegen eines kapitalen Schadens an den Führungsbahnen an. Zu ihrer Erneuerung mussten die Ständer und Spindelkästen demontiert werden.«

Hilfe vom Hersteller

Die Experten des RWE-Technikzentrums holten DST nicht nur wegen der guten Erfahrungen ins Boot. »Uns war klar, dass wir dieses Projekt nur mit dem Maschinenhersteller machen können«, meint Spelter rückblickend. »Wir mussten sehr tief in die Substanz der Maschinen eingreifen«, ergänzt Thomas Pfeiffer, Fachleiter produktorientierte Instandsetzung. »Hinzu kam, dass wir sie nicht lange entbehren konnten und dass wir das Projekt absolut sicher abschließen mussten. Und das geht nicht ohne den Hersteller, der über alle Dokumentationen verfügt.«
Mit Dörries Scharmann entstand zunächst eine Instandhaltungsstrategie, bei der die Bohrwerke im ersten Schritt in Baugruppen eingeteilt wurden. »RWE hat eine bis ins Detail gehende Analyse erwartet, die für unsere Projektierer schon eine Herausforderung war«, erinnert sich Hans Jeschke, Direktor Service bei DST. »Wir mussten jeden anzugehenden Retrofit-Schritt bewerten, begründen und rechtfertigen – bis hin zu den zukünftigen Risiken. Aber es war die richtige Vorgehensweise.«
Auf Basis dieser gemeinsamen detaillierten Analyse war eine für beide Seiten risikoarme kommerzielle Vertragsgestaltung möglich, was die Beauftragung beschleunigte. »Wir dachten auch über den Kauf neuer Maschinen nach«, sagt Spelter. »Für Retrofit sprach schließlich nicht nur der Preis, sondern auch, dass wir die solide Grundsubstanz weiter nutzen wollten.«
Tag für Tag mit den Maschinen umgehen muss Bereichsingenieur Uwe Herrmann, der auf die stabile Bauweise der älteren Scharmann-Maschinen nichts kommen lässt. »Meine Erfahrungen mit den mehrmals instandgesetzten und generalüberholten Produktionsanlagen sind sehr gut«, betont Herrmann. »Ich bin mir sicher, dass sich auch in 15 oder 20 Jahren ein wiederholtes Retrofit lohnt.«
Die mechanische Werkstatt bearbeitet im Schnitt zur gleichen Zeit rund 2.500 RWE-Instandhaltungsaufträge und bearbeitet darüber hinaus in zunehmendem Umfang Komponenten für unternehmensexterne Kunden. »Wir sind alle hier im Technikzentrum Instandhalter für die Fördertechnik, die RWE in den Braunkohle-Tagebauen im rheinischen Revier betreibt«, erläutert Fachleiter Pfeiffer. »Das prägt uns bis zum letzten Handgriff.«
Der Reparatur- und Instandsetzungsbetrieb sei daher sehr dynamisch. »Wir entscheiden oft erst am Donnerstag, was am Wochenende auf einer Maschine gefertigt wird«, sagt Pfeiffer. »Wir erwarten daher auch von einem externen Instandhalter entsprechend flexible schnelle Reaktionen.« Wegen dieser schwierigen Randbedingungen setzt das Technikzentrum bei den Bohrwerkretrofits auf die akribisch geplante Vorgehensweise, bei der viele technische Varianten durchgespielt werden.


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IQ 02/2016
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