23. NOVEMBER 2017

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Wartungsfrei bei Wind und Wetter


Die selbstschmierenden Gleitlager von Oiles eigenen sich besonders für die Windkrafttechnik. Typische Anwendungsbereiche für die Oiles-Gleitlager in Windkraftanlagen sind Azimut- und Rotorgetriebe oder Pitch- und Stellantriebe.

Bei den Windkraft-Konstrukteuren stehen vor allem solche Lagerlösungen hoch im Kurs, die perfekt abgestimmt sind auf die Realisierung langsamer rotativer, oszillierender oder linearer Bewegungen unter hohen mechanischen Belastungen, und andererseits die Instandhaltungskosten einer Windenergieanlage senken – und damit deren Wirtschaftlichkeit und Effizienz verbessern.

Den Gleitlager-Hersteller Oiles wundert es daher nicht, dass sich seine Hochleistungs-Gleitlager immer größerer Nachfrage aus der internationalen Windkraftindustrie erfreuen. Denn diese Gleitlager aus Speziallegierungen oder innovativen Verbundwerkstoffen erfüllen per se alle Anforderungen, die beispielsweise bei der Realisierung von Antrieben und Getrieben in Windkraftanlagen im Pflichtenheft stehen. Insbesondere aber weil sie dank ihrer gebundenen Festschmierstoffe selbstschmierend sind und ohne die Zuführung ökologisch bedenklicher Schmiermittel auskommen, sind wie geschaffen für den Einsatz in einer Green Energy-Branche wie der Windkrafttechnik. Sowohl in On- als auch in Offshore-Anlagen arbeiten sie völlig wartungsfrei und stellen keinerlei Umweltbelastung dar. Außerdem lassen sie sich aufgrund ihres kompakten Designs sehr einfach konstruktiv integrieren, und dank ihrer minimalen Reibung überzeugen sie selbst in Schwachwindphasen.

Stop-and-Go mit Multilayer-Gleitlager

Typische WKA-Anwendungsbereiche für die Oiles-Gleitlager sind etwa Azimut- und Rotorgetriebe oder Pitch- und Stellantriebe. Dafür bietet der traditionsreiche Hersteller eine ganze Reihe verschiedener Gleitlager-Baureihen an. In aktuellen Getriebebau-Projekten für die Windkrafttechnik kommt beispielsweise das Multilayer-Lager vom Typ Drymet ST zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein ölimprägniertes Polyacetal-Mehrschichtverbundlager mit einer Zwischenlage aus Sinterbronze und einem Stahlrücken, das bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 1,15 m/s völlig schmierungsfrei läuft. Es ist mit einer statischen Flächenpressung (p) von bis zu 24,5 N/mm2 belastbar und hat einen hohen pv-Wert von 3,25 (N/mm2 x m/s). Der pv-Wert ist die wichtigste Gleitlager-Kenngröße und beschreibt die Wechselwirkung zwischen Belastung und Gleitgeschwindigkeit; er bestimmt auch entscheidend die Standzeit des Lagers.

Das Drymet ST von Oiles überzeugt außerdem mit niedrigem Reibungskoeffizienten und hervorragender Verschleißbeständigkeit. Trotz seiner außergewöhnlich dünnwandigen Geometrie punktet es darüber hinaus durch Formbeständigkeit und mechanische Festigkeit. Oiles empfiehlt dieses hochinnovative Gleitlager vor allem für Pendel- und Oszillationsbewegungen im regelmäßigen Stop-and-Go-Betrieb, der die Ausbildung eines homogenen Schmierstofffilms fast unmöglich macht. Einen solchen Schmierstofffilm kontinuierlich und prozesssicher auszubilden, wäre beim Einsatz von klassischen Wälzlagern – insbesondere bei niedrigen Betriebstemperaturen – unverzichtbar; er ließe sich aber nur mit sehr teuren Schmierstoffen aufrecht erhalten, was sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Windkraftanlage auswirken würde.

Universalist in Bronze

Vielfach einsetzbar in der Windkrafttechnik sind auch die Gleitlager der Produktlinie Oiles #500, die aus einer hochwertigen Bronzeguss-Legierung mit integrierten Festschmierstoff-Depots bestehen. Insbesondere für den Einsatz im Offshore-Bereich empfiehlt Oiles den Gleitlager-Typ Oiles #500SP1-SL464, der sich unter anderem in der internationalen Hydrotechnik bereits hundertausendfach bewährt hat. Er eignet sich für hohe statische Belastungen von bis zu 150 N/mm2 und hat einen pv-Wert von 1,65 (N/mm2 ? m/s). Mit seinen typischen blauen PTFE-Schmierstoff-Depots ist dieses Gleitlager sehr gut geeignet für Pendel- und Oszillationsbewegungen bei Temperaturen von -40°C bis +60°C. Hier bietet es exzellente Gleiteigenschaften bei zugleich minimalem Verschleiß.

Leichtbau-Lösung für Offshore-Windkraftanlagen

Eine hochinteressante Leichtbau-Lösung für die Windkrafttechnik sind die Gleitlager des Typs Oiles Fiberflon in ihren Varianten FW, OH und TR. Diese ebenfalls wartungs- und korrosionsfreien Gleitlager bestehen aus einem Phenolharz-Glasfaserverbund mit PTFE-Gleitschicht und punkten mit geringem Gewicht, niedrigem Reibungskoeffizienten, sehr geringer Quellneigung und hoher Chemikalienresistenz; außerdem sind sie elektrisch isolierend. Herkömmlichen Kunststoff-Gleitlagern weit überlegen, sind die Oiles Fiberflon wie geschaffen für Low-Speed-Anwendungen (bis 0,15 m/s) in Offshore-Windkraftanlagen. Sie halten statischen Flächenpressungen von bis zu 100 N/mm2 stand und haben pv-Werte von 1,20 (N/mm2 x m/s).

Je nach Baureihe, Variante und Werkstoff stellt Oiles seine Gleitlager für die Anwendungen in der Windkrafttechnik in vielen verschiedenen Lieferformen zur Verfügung. Als Standards gelten dabei Buchsen, Flanschbuchsen, Platten und Scheiben, die für den Einsatz in WKA auch stattliche Dimensionen mit bis zu zwei Metern Durchmessern erreichen können. In zahlreichen aktuellen Projekten mit namhaften Herstellern aus der Windenergie-Branche realisiert Oiles außerdem kundenspezifische Sonderlösungen und Neuentwicklungen. Darin eingebunden ist in zunehmendem Umfang auch die deutsche Oiles-Vertriebsgesellschaft in Ober-Mörlen bei Frankfurt am Main, da sie über ein eigenes Team aus Entwicklungsingenieuren verfügt.

Datum:
08.08.2016
Unternehmen:
Bilder:
Oiles Corporation
Oiles Corporation
Oiles Corporation
Oiles Corporation

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