24. NOVEMBER 2017

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Wieder fast wie neu


Markt

Retrofit - Der Maschinenbauer Weiler hatte bereits eine neue Flachschleifmaschine bestellt, die dann nicht geliefert werden konnte. Um keine Zeit zu verlieren, entschied sich Weiler, seine 24 Jahre alte Favretto MC/U 130 generalüberholen zu lassen.
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Obwohl die Favretto seit ihrer Inbetriebnahme 1992 mehrfach teilüberholt und die Hauptspindel neu gelagert wurde, zeigte sie zuletzt deutliche Verschleißerscheinungen. Die Mechanik, Antriebs- und Steuerungstechnik waren veraltet und stark abgenutzt. »Eine wirtschaftlich vertretbare und prozesssichere Fertigung auf der Höhe unserer Qualitätsstandards wurde zunehmend schwierig«, beschreibt Florian Stangl, Fertigungsleiter bei Weiler, die Situation. Daraufhin bestellte das Unternehmen eine neue Maschine, doch geriet der Hersteller in wirtschaftliche Schwierigkeiten und konnte nicht liefern.

»Leider gibt es nur sehr wenige Anbieter von Flachschleifmaschinen mit einem NC-gesteuerten Schwenkkopf wie unsere Favretto. Wir benötigen diese Ausstattung unbedingt, um die nötigen Zeichnungstoleranzen einhalten zu können«, erläutert der Leiter der Fertigung. Weiler schleift auf der Maschine Bett-, Plan- und Oberschlitten sowie Schwalbenschwanz-Schlittenführungen für seine Präzisionsdrehmaschinen.

Vierzig Prozent günstiger als neu

Als Alternative zum Kauf bot sich die Generalüberholung und Modernisierung der alten Maschine an. Hierfür sprachen die überschaubare Lieferzeit von rund fünf Monaten und der gegenüber einer Neuanschaffung um rund vierzig Prozent günstigere Preis. Vorteilhaft war außerdem, dass keine neuen Werkzeuge angeschafft werden mussten. Und da die Maschine wieder am selben Standort aufgebaut werden sollte, konnte sogar das gleiche Fundament verwendet werden.

Die Erwartungen unterschieden sich nicht von denen an eine Neumaschine, sagt der Fertigungsleiter: »Unsere Anforderungen waren, dass die Maschine nach ihrer Modernisierung hochpräzise, zuverlässig und prozesssicher arbeitet und Bedienung sowie Handling dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.«

Mit WMS, der ehemaligen Wematech, hatte der Maschinenbauer ein erfahrenes Unternehmen an der Hand, mit dem man gute Erfahrungen beim Retrofit gemacht hatte, so Stangl: »Wir haben bereits eine Bettenschleifmaschine, eine Flammhärteanlage und eine Doppelkopffräsmaschine überholen lassen. Außerdem modernisiert WMS als unser Retrofit-Partner Drehmaschinen von Weiler.«


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IQ 01/2016
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