24. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Mehr Energieeffizienz


Management

Pumpen - Die Techniker von Sempact treffen bei ihren Energieaudits in Betrieben immer wieder auf Versorgungspumpen, die ein anonymes Dasein fristen, solange sie nicht ausfallen. Ein Bewertungsschema unterstützt die energieeffiziente Instandhaltung.

Vielerorts wurde aus Kostengründen das Ersatzteillager auf ein Minimum reduziert, weshalb möglichst wenige unterschiedliche Pumpentypen verbaut und im Zweifelsfall mit einem Frequenzumrichter (FU) angepasst werden. Doch je kleiner der Motor (<7,5 Kilowatt), desto schneller sinkt der Wirkungsgrad im Teillastbereich. Auch bei zu großer Dimensionierung sinkt der Wirkungsgrad schnell. Oft kaschieren FU die Fehler aus Pumpe und Leitungssystem und man spart sich so vermeintlich Zeit und Leitungsumbau.

Dieser Irrglaube wird mit jahrelangen Folgekosten allerdings teuer erkauft. Die nicht beachteten Verbraucher sind größtenteils in der Versorgungsperipherie angesiedelt und haben entsprechend viele Betriebsstunden pro Jahr. Wichtig ist, sich das Problem bewusst zu machen und gezielt in einem Projekt anzugehen, weil im Arbeitsalltag andere Schwerpunkte gesetzt sind. Die Basis ist eine technische Erfassung aller Pumpen mit Betriebsstunden (aus Messung oder Schätzung). Daraus ergibt sich eine Prioritätenliste, in welcher Reihenfolge genauer geprüft werden muss.

Im zweiten Schritt werden die Auslegungskriterien und das Gesamtsystem überprüft. Die klassischen Auslegungskriterien sind: Fördermedium (Viskosität), Geschwindigkeit (Leitungsquerschnitt), Förderhöhe und Druckabfall (Leitungsführung). Gibt es noch Leitungssünden wie zum Beispiel überflüssige Verjüngungen, Armaturen, Bypässe oder Bögen? Welche Regelungsanforderung hat die Pumpe eigentlich? Reicht eine konstante Drehzahl zur Druckerhaltung, oder ist eine Drehzahlanpassung bei wechselnden Lasten notwendig beziehungsweise ist eine Pumpenfolgeschaltung mit maximal einem FU mehr sinnvoll?

Ergibt sich beim Abgleich mit dem Ist-Zustand, dass eine Neuanschaffung unausweichlich ist, werden die Lebenszykluskosten einer Pumpe ermittelt. Daraus wird auch schnell ersichtlich, ab wann ein effizienterer Motor tatsächlich wirtschaftlich ist. Das ist ein mühsamer Weg, der sich aber auszahlt und nebenbei eine seriöse Budgetplanung ermöglicht.

www.sempact.de

Ausgabe:
IQ 01/2016
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 


i-Quadrat 2/2017

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben