23. NOVEMBER 2017

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Industrie 4.0 im Blick


Management

Studie - Die Marktstudie ›Industrie 4.0 Softwarelösungen‹ von Bosch Software Innovations identifiziert Predictive Maintenance (PdM) als eine konkrete Anwendung, die Fertigungsexperten bei ihren Umsetzungsvorhaben hoch priorisieren.
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Die Realisierung von PdM als Industrie-4.0-Lösung scheint zum Greifen nah. Das liegt auch daran, dass viele Unternehmen bereits über eine gute Grundlage verfügen, um PdM umzusetzen: das Condition Monitoring.

Schon heute werden in der Fertigung verschiedenste Daten generiert, die Aufschluss über den Zustand von Komponenten, Maschinen und dem Produktionsprozess geben. Werden diese Daten mit Hilfe einer Software überwacht, die den Zustand automatisiert erkennen und eine passende Aktion ausführen kann, zum Beispiel die E-Mail-Benachrichtigung eines Mitarbeiters, so spricht man von einer Condition-Monitoring-Lösung. Der Nachteil von Condition Monitoring liegt darin, dass die Software ein Problem erst dann erkennt, wenn es bereits eingetreten ist. Zwar können anhand der Daten Probleme und damit möglicherweise auch ihre Lösung identifiziert werden, so dass der Mitarbeiter das Problem beheben kann, die Vermeidung des Problems ist jedoch nicht möglich. Hier geht PdM den entscheidenden Schritt weiter.

Probleme identifizieren

Der große Mehrwert entsteht, wenn schon vorab erkannt werden kann, dass sich ein Problem anbahnt, eine Komponente ausfallen könnte und die Produktion möglicherweise stillstehen wird. Mehr noch: Wenn die Software Probleme erkennen sowie eindeutig identifizieren kann und automatisiert Maßnahmen anstoßen und terminieren kann.

Es ist sinnvoll, dass die Software für die Maschine bei eindeutiger Identifikation des Problems einen Instandsetzungstermin ansetzt und zeitgleich erforderliche Ersatzteile dazu bestellt. Ein solch ausgeprägtes PdM hat vielschichtigen Nutzen: Es optimiert sowohl die Instandsetzungsaktivitäten als auch die Lebensdauer von Ersatzteilen durch zugeschnittene Maßnahmen. Darüber hinaus senkt PdM die Lagerkosten, da unvorhergesehene Ausfälle und somit Materialbedarf reduziert werden können.

Die Realisierung einer voll ausgebauten PdM-Anwendung bedarf des Zusammenspiels diverser Systeme, wie in Grafik 2 dargestellt ist. Neben der tatsächlichen Erkennung des Problems werden Schnittstellen zum Instandsetzungs- und zum Lagerhaltungsmanagement benötigt. Unternehmen sind oft jedoch noch nicht bereit, diesen Schritt zu gehen.

Das liegt häufig daran, dass verschiedene Dienste, die bis dato manuell ausgeführt werden, für ein voll ausgebautes PdM vollständig automatisiert werden müssen und auch organisatorische Änderungen nach sich ziehen. So benötigt das Instandsetzungsmanagement entsprechende Funktionalitäten und eine zugeschnittene Schnittstelle, damit eine Maschine einen Instandsetzungsauftrag autonom terminieren kann. Für das Lagerhaltungsprogramm ergeben sich ähnliche Anforderungen.


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IQ 01/2016
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