23. NOVEMBER 2017

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Optimiert strahlen


Markt

Retrofit - Steigen die Anforderungen an Produktivität und Energieeffizienz, stoßen gängige Strahlanlagen oft an ihre Grenzen. Durch ein Retrofit mit Long-Life-Turbinen von Rösler können die Anwender diesen Leistungsansprüchen gerecht werden.

Ob Anlagenverfügbarkeit, Ausbringungsmenge, Strahlergebnis oder Energiebedarf – gestiegene Anforderungen an den Strahlprozess lassen sich mit den meisten Strahlanlagen häufig nicht mehr oder nur mit unwirtschaftlich hohem Aufwand erfüllen. Das auf Strahlen im Lohnauftrag spezialisierte Unternehmen OSK-Kiefer GmbH ist mit sechs Standorten in Deutschland vertreten. Zu den Kunden des erfahrenen Lohn-Strahlers zählen namhafte Hersteller von Fahrzeugen, Fluggeräten, Landmaschinen, Getrieben, Antriebselementen, Pumpen, Kompressoren sowie von Dampf- und Gasturbinen.

Im Werk Petershausen sind mehrere Turbinen-Strahlanlagen für das Verdichtungsstrahlen (Shot Peening) im Einsatz. »Die Turbinen dieser Anlagen waren einerseits in die Jahre gekommen. Andererseits wollten wir aufgrund gestiegener Kundenanforderungen Turbinen, die eine höhere Strahlleistung bieten und effizienter arbeiten«, erklärt Betriebsleiter Rudolf Schickinger.

Aufgrund dessen hat sich OSK-Kiefer entschieden, drei Anlagen mit Rösler-Long-Life-Strahlturbinen Y330 mit jeweils 7,5 Kilowatt Antriebsleistung auszustatten. Tune-Up, der Unternehmensbereich von Rösler, der sich ausschließlich und herstellerunabhängig mit der Modernisierung von Strahlanlagen beschäftigt, bietet eine Vielzahl kundenindividueller Lösungen zur Anlagenoptimierung.

30 Prozent mehr Leistung

Ausschlaggebend für die Wahl der Turbinen waren bei OSK-Kiefer unter anderem die Erhöhung der Strahlleistung um 30 Prozent sowie die lange Standzeit der Wurfschaufeln von mehr als 10.000 Strahlstunden. Die aus Hartmetall gefertigten Wurfschaufeln zeichnen sich insbesondere beim Einsatz hochabrasiver Strahlmittel, wie beispielsweise Grit mit einer Härte von bis zu 64 HRC, aus. Beim Strahlprozess mit konventionellen Turbinen sehen sich Anwender dieser Betriebsmittel mit sehr geringen Standzeiten und permanentem Verschleißteilwechsel konfrontiert.

»Mit den Y330-Turbinen erzielen wir nicht nur die angestrebte Leistungssteigerung, sondern haben auch noch Reserven. Außerdem ist nach rund einem Jahr Betrieb praktisch kein Verschleiß feststellbar. Dies reduziert natürlich den Wartungsaufwand«, fasst Rudolf Schickinger zusammen. Ein anderer Aspekt sei die höhere Prozesssicherheit, denn bei den alten Turbinen veränderte sich das Strahlergebnis durch Verschleiß an den Wurfschaufeln, was eine häufige Nachjustierung der Einstellbuchse zur Folge hatte. »Jetzt werden die Strahlparameter langfristiger eingehalten, und das macht sich bemerkbar«, so Schickinger.

Mit einem sehr breitgefächerten Angebot an maßgeschneiderten Systemlösungen ermöglicht Tune-Up die Umrüstung von Strahlanlagen für jede Anforderung. Die kürzlich etablierte, energieeffiziente Gamma-G-Serie rundet das Turbinenportfolio weiter ab und vereint die prozessbezogenen Vorteile der Rutten-Serie, wie beispielsweise eine extrem hohe Abwurfgeschwindigkeit und dadurch kürzere Strahlzyklen, mit geringen Anschaffungskosten.

Mögliche Förderung

Durch den Einsatz energiesparender Komponenten wie IE03-Antriebe wird die Modernisierung von Strahlanlagen in Deutschland vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 30 Prozent der Investitionskosten gefördert.

Des Weiteren bietet Rösler die Möglichkeit, die Turbinen risikofrei vor Ort zu testen und erstellt zu jedem Angebot eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, was zu einer hohen Investitionssicherheit führt. Tune-Up umfasst aber noch mehr: So optimiert Rösler zudem auch den Verschleißschutz von Strahlanlagen sowie die Strahlmittelnachdosierung und -aufbereitung.

www.rosler.com

Ausgabe:
IQ 01/2016
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