23. NOVEMBER 2017

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Robuster Rostschutz für Offshore-Windräder


Forscher des Fraunhofer-Instituts IFAM in Bremen haben eine Schutzfolie für den optimierten Reparaturprozess an Offshore-Windkraftanlagen entwickelt und konzipieren die erforderlichen Kriterien für die Inspektion.
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Die Energiewende ist in vollem Gange, immer mehr Windparks entstehen im Meer. Allein in der Ost- und Nordsee sind etliche neue Offshore-Anlagen geplant. Dabei ist deren Instandhaltung und -setzung eine knifflige Angelegenheit – die Turbinen können nicht wie eine Förderplattform in ein Trockendock zur Wartung geschleppt werden. Alle Arbeiten haben bei Wind und Wetter auf dem Meer zu erfolgen. Gerade bei Schutzbeschichtungen gegen Korrosion ist das schwierig.

Leichter werden soll das mit neuen Lösungen, an denen Forscher derzeit im Verbundprojekt 'RepaKorr' arbeiten. "Unser Ziel ist es, ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept für die Wartung und Reparatur der Schutzsysteme zu entwickeln, um den Prozess technisch zu vereinfachen und dabei Kosten zu senken", erklärt Peter Plagemann vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen. Bis März 2016 wird das umfassende Inspektions- und Reparaturkonzept für Korrosionsschutzsysteme an Offshore-Windenergieanlagen stehen. Besonderes Augenmerk gilt jenen Teilen der Windräder, die nicht ständig unter Wasser sind und daher einen robusten Rostschutz durch Beschichtungen benötigen.

Daher stehen die Entwicklung von Reparaturwerkstoffen durch die Sika Deutschland GmbH und neuartige Applikations- und Bewertungsverfahren durch die Muehlhan AG im Mittelpunkt des Projekts. Ergänzend werden neue Prüfkonzepte erarbeitet, da geltende Vorschriften und Methoden den Reparaturfall nicht berücksichtigen. »Dabei sind Standards wesentlich, um nachzuweisen, dass eine Instandsetzung erfolgreich verlaufen ist«, sagt Plagemann. Doch bisher gibt es so etwas nicht. Forscher vom IFAM haben bereits Kriterien konzipiert.

Darüber hinaus lotet der Projektpartner Airrobot GmbH Möglichkeiten aus, mit Drohnen Beschichtungen zu inspizieren und den Reparaturbedarf zu ermitteln. Auch dafür werden klare Inspektionskriterien benötigt, um diesen Vorgang so weit wie möglich zu automatisieren. Bislang müssen dafür Kletterer die Anlagen absuchen, was zeitaufwändig und riskant ist.


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Datum:
18.02.2016
Unternehmen:
Bilder:
Muehlhan AG, Hamburg

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