24. NOVEMBER 2017

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Ersatzprüfungen mit Hilfe zerstörungsfreier Prüfverfahren


Seit Inkrafttreten der novellierten Betriebssicherheitsverordnung am 1. Juni 2015 dürfen Betreiber von überwachungsbedürftigen Anlagen und Einrichtungen im Rahmen der wiederkehrenden Prüfungen von Druckanlagen auch auf alternative Prüfverfahren zurückzugreifen. Gestattet sind nun auch zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP-Verfahren).
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Voraussetzung für diese Art der Prüfung ist ein von einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) bestätigtes Prüfkonzept, das sicherheitstechnisch gleichwertige Aussagen liefert wie die klassischen Prüfungen. Auf Grundlage eines derartigen Prüfkonzepts können sogar Anlagenteile mit den ZfP-Verfahren geprüft werden, ohne dass sie dafür außer Betrieb genommen werden müssen. Das bedeutet zum Beispiel, dass große Gaskugeln, erdgedeckte Flüssiggasbehälter, Druckbehälter für Wasserstoff oder Stickstoff und Tankanlagen nicht mehr zu entleeren, zu säubern und mit einem Druckmedium zu füllen sind. „Die teilweise schädigenden Einflüsse von Luftsauerstoff oder Wasser auf die Druckbehälterwerkstoffe werden somit von vornherein ausgeschlossen“, sagt Horst-Lorenz Halliger, Geschäftsführer TÜV Nord MPA. „Die damit verbundenen Kosteneinsparungen für den Betreiber sind hingegen enorm“, ergänzt er.

TÜV Nord MPA, eine Tochtergesellschaft der TÜV Nord Group und hervorgegangen aus der ehemaligen Materialprüfung der Leuna Werke, hat jahrzehntelange Erfahrungen bei der Anwendung von zerstörungsfreien Prüfverfahren im Rahmen der Zustandsbewertung von Druckbehältern und Rohrleitungen in der chemischen und petrolchemischen Industrie.

Gemeinsam mit der TÜV Nord Systems, die als ZÜS akkreditiert ist, wurden bereits Prüfkonzepte für den Einsatz von ZfP-Verfahren im Rahmen der wiederkehrenden Prüfung von Druckgeräten anstelle der klassischen Prüfungen erstellt und erfolgreich umgesetzt. So wird bei Wasserstoffspeicherbehältern die innere Prüfung durch eine Ultraschallprüfung der Schweißnähte bei 100 Prozent des zulässigen Betriebsdrucks sowie durch eine Wanddickenmessung ersetzt. Die Festigkeitsprüfung wird als Gasdruckprüfung mit dem Behälterinhalt H2 bei zehn Prozent oberhalb des zulässigen Betriebsdrucks von einer Schallemissionsanalyse begleitet. Der Behälter muss dabei nicht geöffnet, entleert und gesäubert werden. Betreiber setzen lediglich einen Wasserstofftrailer ein, der den erforderlichen Druckaufbau während der Druckprüfung erzeugt. Um derartige Ersatzprüfungen zu realisieren, empfiehlt Halliger zwei Prüfverfahren.


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Datum:
17.11.2015
Unternehmen:
Bilder:
TÜV Nord

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