23. NOVEMBER 2017

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Digitale Diagnostik


Markt

Radiografie - Im Rahmen der Instandhaltung von Industrieanlagen sind heute zerstörungsfreie Prüfverfahren unverzichtbar. Besonders effizient und kostensparend ist die digitale Radiografie, die auch der TÜV SÜD Chemie Service nutzt.
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Zu spät entdeckte Risse, Einschlüsse oder verminderte Wanddicken von Rohrwänden können Sicherheitsrisiken und unverhältnismäßige Instandhaltungskosten bedeuten. Wiederkehrende Prüfungen sind also nicht nur im Rahmen der Betriebssicherheit unerlässlich. Für die Betreiber von Industrieanlagen stellt sich zugleich die Frage, wie der turnusmäßig anfallende zeitliche und organisatorische Aufwand eines Prüfstillstands reduziert werden kann.

Gegenüber analogen Verfahren der Rohrkompensator-Prüfung bietet die moderne digitale Röntgenprüftechnologie Vorteile wie mehr Präzision und Zeitersparnis. Sie ermöglicht On-Stream-Prüfungen, bei denen der Betrieb nicht unterbrochen werden muss – auch bei beschichteten Komponenten wie lackierten Schweißnähten und isolierten Rohren. Zudem ist eine tiefenschärfere Analyse der Aufnahmedaten möglich. Denn hier lassen sich die Möglichkeiten einer hochauflösenden digitalen Bildaufbereitung nutzen.

Blick ins Innere von Anlagenbauteilen

Das radiografische Verfahren stammt aus der medizinischen Anwendung. Sein Transfer in den Bereich der technischen Diagnostik industrieller Anlagen bietet den Blick ins Innere von wichtigen Anlagenbauteilen. Die Differenzen der Strahlungsabsorption innerhalb des durchleuchteten Objekts machen Unregelmäßigkeiten sichtbar. Damit eignet sich die digitale Radiografie nicht nur für die Ursachenanalyse bei Ausfällen, sondern auch für Lebensdauerprognosen zentraler aktiver Komponenten wie von Rohren oder Kompensatoren.

Zwei Vorteile des digitalen Röntgenprüfverfahrens sind, dass die zu prüfenden Komponenten nicht ausgebaut werden müssen und die Auswertung der Befunde durch ein mobiles Prüflabor direkt vor Ort möglich ist. Ein Beispiel dazu aus dem Herbst 2014 zeigt, wie Prüfexperten von TÜV SÜD Chemie Service in einer verfahrenstechnischen Anlage die Revision von vier Rohrkompensatoren aus Chromnickelstahl vornahmen. Zur Prognose der verbleibenden Nutzungsdauer sollte die Wanddicke der Kompensatoren bestimmt werden.


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IQ 01/2015
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