23. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Bauteile nach Serienende langfristig sichern


Eine Maschine fällt aufgrund eines defekten elektronischen Bauteils komplett aus. Doch das Ersatzteil wird nicht mehr in Serie hergestellt und ist – wenn überhaupt – nur noch zu hohen Kosten erhältlich. Das Kooperationsnetzwerk Elektronik-Nachserienverfügbarkeit (E-NV) hat sich dieser Problematik angenommen.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Unter der Leitung der Projektgruppe 'Prozessinnovation' des Fraunhofer IPA entwickeln zehn Unternehmen aus dem nordbayrischen Raum mit dem Lehrstuhl für Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth praktikable Lösungen.

Zahlreiche elektronische Komponenten und Baugruppen sind bereits wenige Jahre nach Produktionsende nicht mehr erhältlich. Der Grund dafür sind steigende Variantenvielfalt und verkürzte Lebenszyklen. "Bei Produkten mit einer Nutzungsdauer von über einem Jahrzehnt ist das besonders problematisch. Fällt eine elektronische Komponente aus, verursacht die Instandsetzung enorme Kosten und kann den Restwert sogar übersteigen", so Joachim Kleylein-Feuerstein, Leiter des Fachgebiets 'Regenerative Mechatronik' der IPA-Projektgruppe 'Prozessinnovation' und Manager des Netzwerks. Während sich in großen Unternehmen eigene Abteilungen mit diesem Problem beschäftigen, fehlen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) jedoch meist die Mittel. "Für sie will das Netzwerk Auswege und Lösungen bieten", erklärt Kleylein-Feuerstein.

Gebündeltes Know-how stellt Nachserienverfügbarkeit sicher

Seit der Gründung des Kooperationsnetzwerks E-NV im Januar 2014 sind zehn Firmen beigetreten, darunter der Ersatzteillieferant Robotif oder der EMS-Dienstleister Data Ahead als einer der Mitinitiatoren. Da die Mitglieder aus unterschiedlichen Branchen und Tätigkeitsfeldern stammen, ergänzen sie sich im Netzwerk optimal: "Wir haben herausgefunden, dass Unternehmen über Know-how in vier strategischen Ausrichtungen verfügen müssen, um Ersatzteile dauerhaft bereitzustellen. Das sind Refabrikation, Nachkonstruktion, Langzeitlagerung und Zuverlässigkeitstechnik", erklärt Kleylein-Feuerstein. KMU decken diese Gebiete selten ab. Im Verbund sei das geforderte Fachwissen hingegen für jedes Mitglied zugänglich, meint Kleylein-Feuerstein.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Datum:
05.12.2014
Unternehmen:
Bilder:
Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 


i-Quadrat 2/2017

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben