22. APRIL 2018

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Viele ungenutzte Potenziale bei der Lagerwartung


Ausfallzeiten bei ihren Anlagen sind für Intralogistiker ein absolutes No-Go. Das geht aus der aktuellen Studie „Lager-Wartung: Zustand, Strategien, Potenziale“ des Instandhaltungsdienstleisters Telogs hervor.
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Viel hilft viel? – Strategien zur Lagerwartung

Bei der Durchführung der Wartung liegt es im Trend, verschiedene Lösungswege miteinander zu kombinieren. Das zeigt auch die Studie. Die meisten Befragten vertrauen auf die Kompetenz mehrerer Anbieter und machten bei der Frage nach der Organisation ihrer Lagerwartung bei mehr als einer Antwortmöglichkeit ein Kreuz. Das Ergebnis: 73 Prozent nehmen bei der Durchführung der Wartung Serviceleistungen des Herstellers in Anspruch. Auf eigene Ressourcen verlassen sich 67 Prozent, während 60 Prozent Wartungsleistungen durch externe Dienstleister vornehmen lassen. Alle drei Möglichkeiten der Wartung verbinden 22 Prozent der Teilnehmer. Weitere 20 Prozent verlassen sich auf die eigenen Mitarbeiter und den Service des Herstellers.

Aber auch externes Know-how ist gefragt: Ebenfalls 20 Prozent vergeben die gesamte Wartung ihrer Anlagen an Fremdanbieter. Dabei wissen nur 42 Prozent der Unternehmen, dass eine herstellerunabhängige Wartung innerhalb der Garantiezeit die Herstellerhaftung nicht einschränkt. Drittanbieter punkten vor allem durch Qualität und Fachwissen. Nach Meinung der Befragten verfügen sie ausnahmslos über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine effektive Wartung. Von den Studienteilnehmern, die eigene Ressourcen oder Leistungen des Herstellers in Anspruch nehmen, sind 86 Prozent von den Fähigkeiten des Wartungspersonals überzeugt.

Blick von außen erhöht Transparenz

Ein weiteres Plus bei der Wartung durch Fremdanbieter: Diese arbeiten nach Meinung der Befragten besonders transparent. 81 Prozent aller Studienteilnehmer erhalten eine detaillierte Auswertung der Wartungsarbeiten. Von den Unternehmen, die nur mit einem Drittanbieter zusammenarbeiten, sind es sogar 95 Prozent. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis, denn eine genaue Auswertung der durchgeführten Maßnahmen ist vor allem mit Blick auf mögliche Verbesserungen im laufenden Betrieb wichtig“, erklärt Andreas Siede. Nur wer Probleme und Potenziale im Blick hat, kann daraus konkrete Optimierungsvorschläge und Maßnahmen ableiten. Eine genaue Evaluation hilft beispielsweise dabei, planbare Instandhaltungskosten nachzuhalten und die eigene Wartung individuell dem Alter und der Auslastung der Lager- und Fördertechnik anzupassen.

Solch ein strategisches Vorgehen ist bei vielen Unternehmen bereits anzutreffen: So haben 71 Prozent ihr Wartungskonzept dem Lebenszyklus ihrer Anlage angepasst und 77 Prozent kennen ihre planbaren Instandhaltungskosten. Auch vorausschauendes Handeln steht hoch im Kurs: 90 Prozent der Befragten halten präventive Reparaturen während der Wartung für wichtig. Weitere 73 Prozent verfügen über ein funktionierendes Ersatzteilmanagement. Damit erfüllen sie zwei zentrale Voraussetzungen, um die Verfügbarkeit und Lebensdauer ihrer Anlagen zu maximieren. Einziger Wermutstropfen: Nur neun Prozent der Befragten sind mit dem Ersatzteilangebot ihrer aktuellen Wartung „sehr zufrieden“.


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Datum:
15.09.2014
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