24. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Leistung verbessern


Management

MTU Maintenance Hannover hat Grundfos mit einem ›Pump Audit‹ beauftragt. Damit sollte herausgefunden werden, welche Leistungsverbesserungen neu zu installierende Pumpen in einer umgebauten Kühlwasserversorgung bringen können.

Eine Kernkompetenz der MTU ist die Instandhaltung ziviler Triebwerke und Industriegasturbinen. Diese Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Die MTU Maintenance Hannover ist als Kompetenzzentrum für Hightech-Reparaturen das Herzstück dieser Gruppe und verantwortlich für die Instandhaltung mittlerer und großer ziviler Triebwerke.

Als Service- und Vertragspartner führender Pumpenhersteller ist Pumpen Binek im Bereich Pumpentechnik für die MTU Maintenance ein wichtiger Ansprechpartner für Energieberatung, Service und Vertrieb von Pumpen.

Überdimensionierte Pumpe

Im konkreten Fall ging es um eine Kühlwasseranlage, die mehrere Verbraucher wie Wärmebehandlungs-, Vakuum- und Schutzgasöfen mit Kühlwasser versorgt. Nachdem einige der bisherigen Verbraucher durch Umbau das Kühlwasser anderweitig erhalten, lag die Vermutung nahe, dass die vor Jahren installierten Kühlwasserpumpen nun deutlich überdimensioniert sind.

Pumpen Binek bot der MTU Maintenance an, über den Grundfos-Service ein detailliertes ›Pump Audit‹ durchführen zu lassen. Während solche Audits im Regelfall dazu dienen, unnötige Energieverbraucher zu identifizieren, war in diesem Fall die Ausgangslage anders.

Allen Beteiligten war zuvor schon bewusst, dass es energetisch Sinn hat, neue Pumpen zu installieren. Es ging in diesem Fall um die Feststellung der Auslegungsdaten. Gemessen werden erforderliche Parameter wie Förderleistung und Energieverbrauch. Dazu gehören ana-loge Messwerte wie Druck, Temperatur und Niveau sowie Ereignisse wie Pumpe ein/aus oder Ventil auf/zu. Mit Hilfe einer dafür speziell entwickelten Auswertungs- und Berechnungssoftware werden anschließend die gewonnenen Werte mit denen einer potenziellen Neu-Pumpe verglichen und für identische Betriebspunkte das jeweilige Einsparpotenzial ermittelt.

Zehn Tage lang wurde durch Aufzeichnung der leistungs- und strömungsrelevanten Werte der Zustand der Kühlwasserpumpen ermittelt, deren Wirkungsgrad und spezifischer Energieverbrauch sowie das Lastprofil.

Audit-Ergebnisse

Ergebnis 1: Es gibt zwei wesentliche Betriebszustände: Normalkühlung mit 60 bis 65 m³/h und Schnellkühlung mit 90 bis 100 m³/h. Das Fördervolumen bei Normalkühlung ist annähernd konstant, unabhängig von Tag-, Nacht-, oder Wochenendzeiten. Offensichtlich werden in diesen Phasen alle Verbraucher durchströmt, ob an ihnen eine Kühlung erforderlich ist oder nicht.

Um unnötige Fördermengen zu vermeiden, sollten die Kühlleitungen der für den jeweiligen Prozess nicht benötigten Verbraucher geschlossen werden. Sinnvoll ist auch die Ausrüstung der Maschinen mit automatisch arbeitenden, druckverlustarmen Zonenventilen.

Ergebnis 2: Nach den vergangenen Umbaumaßnahmen an den bisherigen Verbrauchern sind die Pumpen deutlich überdimensioniert. Zwar wurden mit Hilfe der vorhandenen Frequenzumformer die Drehzahl, somit der Förderstrom und die Förderhöhe, entsprechend heruntergefahren. Doch ergaben die Messungen, dass die installierten Pumpen nur noch Wirkungsgrade zwischen 37 und 45 Prozent erreichten.

Durch Austausch der Alt-Pumpen gegen neue, drehzahlgeregelte Edelstahl-Blockpumpen NBE von Grundfos ist der Wirkungsgrad im abzudeckenden Lastprofil auf bis zu 73 Prozent gestiegen. Die seit März 2013 installierten NBE-Pumpen von Grundfos laufen ohne Beanstandung.

www.grundfos.de

Ausgabe:
IQ 02/2014
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 


i-Quadrat 2/2017

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben