24. JULI 2016

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Strategisch säubern


Reinigung

Vier strategische Ansatzpunkte haben sich bei der Werksreinigung als besonders erfolgswirksam erwiesen: das Zeitkontingent rationell nutzen, Personalkompetenz sichern, bedarfsgerecht investieren und Prozesse verschlanken.
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Da das Gros der Reinigungskosten auf Hilfslöhne entfällt, hat der sparsame Umgang mit dem Input-Faktor Arbeitszeit höchste Priorität. Nachdrücklich empfiehlt sich ein detaillierter Personalzeit-Nachweis, der auf folgende Items abstellt:

- Ausführungszeit (Abarbeitung der Reinigungsfläche),
- Rüstzeiten (In- und Außerbetriebnahme des Equipments),
- Wegezeiten (Hin- und Rücktransfer von Gerät und Material),
- Beräumungszeiten (Versetzen von Inventar oder Lagergut),
- Magazinzeiten (Geräte-Wartung, Materialbestandspflege),
- Instruktionszeiten (Einsatzbesprechungen, Schulungen),
- Bürozeiten (administrative Funktionen für den Reinigungsdienst),
- sonstige Zeiten (Besorgungsfahrten, Fachmessebesuche).

Anhand der vier ersteren Zeitarten optimiert man einzelne Reinigungsmaßnahmen, während man über die vier letzteren die – als Kostenfaktoren vielfach unterschätzten – Sekundärfunktionen auf schlanke Linie trimmt. Die Analyse der Ursachen und Einflussgrößen des Zeitverbrauchs zeigt Ersparnispotenziale auf und liefert den Orientierungsrahmen für organisatorische, personelle und technische Verbesserungen, die oft kurzfristig und investitionsneutral zu realisieren sind. Für die aufwendigsten und hochfrequenten Reinigungsarbeiten sollte man Vorgabezeiten ermitteln und deren Einhaltung regelmäßig prüfen. Zudem ist es ratsam, die Mitarbeiter für das Thema Zeitersparnis zu sensibilisieren und das Vorschlagswesen sowie KVP-Projekte auf diesen Punkt zu konzentrieren.


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Ausgabe:
IQ 02/2014
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