23. NOVEMBER 2017

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»Ohne Mehrkosten hat der Kunde einen Vorteil bei der Wartung.«


QR-Codes

Jörg Friese, Geschäftsführer der Wisag Automatisierungstechnik, verdeutlicht im Interview, welche Vorteile QR-Codes auf Feldgeräten bieten und welchen Nutzen sie bei der Wartung bringen.
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Herr Friese, welche Vorteile bieten die QR-Codes auf Feldgeräten?

Wenn wir im Rahmen von Projekten arbeiten, beschriften wir heute die Feldgeräte, wenn es geht, direkt mit einem QR-Code. Dieser gibt später Auskunft über die Daten der Feldgeräte. Zu diesen Daten zählen der Gerätetyp, der Hersteller, auch die Kabelnummer und vielleicht noch kundenspezifische Angaben. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass wir bei späteren Wartungen an den einzelnen Feldgeräten die elektronischen Daten mit einem Laserscanner erfassen können. Auch Wartungszyklen lassen sich so erfassen. Zudem ergibt sich daraus ein Nachweis über die erbrachte Wartungsleistung. Wenn die Daten einmal elektronisch vorliegen, lassen sie sich leicht weiterverarbeiten und beispielsweise an Instandhaltungsdatenbanken anbinden.


Gibt es bei den Feldgeräten irgendwelche Einschränkungen

Nein, eigentlich nicht. Es ist so, dass wir an jedes Feldgerät sowieso immer ein Schild anbringen. Klassischerweise handelt es sich dabei um feste Resopal-Schilder. Dadurch ist immer eine Eineindeutigkeit des Feldgeräts gewährleistet. Das, was wir jetzt machen, ist, dass wir zusätzlich zu den Klartext-Adressen einen QR-Code aufbringen, damit die Daten elektronisch eingelesen werden können. Das lässt sich heute technisch relativ einfach umsetzen. Wir sind viel in der Gebäudeautomatisierung tätig. Im Bereich Heizung-Klima-Lüftung kann man heute standardmäßig mit jedem Smartphone eine Laserscanner-Applikation nutzen und so das Schild einlesen. So sind dann alle Informationen über dieses Feldgerät verfügbar.


In welchen Industriezweigen hat die Wisag QR-Codes schon eingeführt? Innerhalb der

Gebäudeautomatisierung sind wir in allen Bereichen der Industrie tätig, dort eben speziell in den Heizungs,- Klima und Lüftungsanlagen. Wir müssen mit dem Kunden vorab klären, ob er eine solche Art der Feldgerätbezeichnung haben möchte oder nicht. Ohne Mehrkosten hat der Kunde durch das Aufbringen des QR-Codes einen Vorteil in der Wartungsstruktur.


Gibt es denn Vorbehalte bei Kunden?

Ja, zum Beispiel wenn sie eigene Planer haben, die an einer bestimmten Struktur oder an speziellen Schildern festhalten wollen und den Mehrwert nicht sehen. Es wird also nicht standardmäßig von uns überall gemacht. Wer es nutzt, hat den Vorteil, dass er den Lebenszyklus des Gebäudes oder der Anlage sieht und hinterher auch die Wartungsleistung. Aber nicht jeder Kunde sieht darin den Vorteil.


Wie versuchen Sie dann, den Kunden zu überzeugen?

Wenn heute Anlagen errichtet werden, ist der Errichter hinterher meistens nicht derjenige, der für den Lebenszyklus verantwortlich ist. Die Planer geben dem Ganzen zwar eine einheitliche Struktur, aber es wird nicht unbedingt darüber nachgedacht, wie sich das Gebäude oder die Anlage die nächsten dreißig Jahre bewirtschaften lässt. Und so werden dann oft klassische Schilder an die Geräte angebracht und Kabelnummern an die Kabel. Wenn man im Zuge der Errichtung einer Anlage oder eines Gebäudes noch ein Mitspracherecht hat, dass von Anfang an QR-Codes eingesetzt werden, ergibt sich für den Kunden ein wirklicher Vorteil daraus. Hinterher Schilder zu ändern und alles umzubeschriften ist relativ teuer. Es ist daher sinnvoll, sich schon bei der Errichtung Gedanken über die Instandhaltung zu machen.


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IQ 02/2014
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