24. NOVEMBER 2017

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Neukauf-Alternative


Retrofit

Der Komplettanbieter in Sachen Feinblechkonstruktionen MEZ Frintrop hat eine Karusselldrehmaschnine der MTU Aero Engines einem kompletten Retrofit unterzogen. Für beide Unternehmen war dieses Projekt das bisher größte dieser Art.
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Auf der Karusselldrehmaschine Hessapp DV 120 fertigt MTU Aero Engines die Triebwerksteile. Doch mit den Jahren wuchsen die gesetzlichen Anforderungen an Ausbringungsmenge, Genauigkeit und Funktionalität sowie an die Personen- und Maschinensicherheit in einem Maß, das die Maschine nicht mehr erfüllte.

Eine Neuanschaffung hätte das Münchener Unternehmen rund 1,4 Mio. Euro gekostet. Zudem hätte die Neuzulassung erheblichen Zeitaufwand bedeutet. So überlegte man, die vorhandene Technik auf Vordermann bringen zu lassen und die aktuellen technologischen Ansprüche erfüllen zu lassen, ohne dass eine erneute Zertifizierung der Maschine erforderlich ist. Martin Moschna vom Anlagenservice-Engineering bei der MTU erstellte ein Lastenheft mit den Anforderungen für ein Retrofit der Vertikaldrehmaschine.

Stimmiges Gesamtkonzept

MEZ Frintrop konnte mit seinem Angebot überzeugen. Der Blechspezialist ist nicht nur im Bereich Maschinenumhausungen einer der erfahrensten Hersteller auf dem deutschen Markt. Das Unternehmen hat durch zahlreiche Sonderlösungen und Spezialaufträge sehr weitreichende Kompetenzen im gesamten Spektrum der Metallverarbeitung entwickelt, sodass er ein stimmiges Gesamtkonzept einschließlich berstsicherer Maschinenumhausung, eines neuen vollautomatisierten, hydraulischen Werkzeugwechslers und neuer Messeinrichtungen realisieren konnte. Das bestehende, intakte Maschinenbett wurde dabei im Kern nicht angetastet und die neuen Funktionen perfekt daran angebunden.

MEZ Frintrop hat die bis auf den Maschinenrahmen demontierte Karusselldrehmaschine vollständig vermaßt und anhand dessen die geforderten Neuerungen mechanisch wie prozesstechnisch auf den Prüfstand gestellt und ein neues Werkzeugwechselkonzept entwickelt. Um die Rüstzeit zu minimieren, wurden hydraulisch betriebene Messachsen und Fahrachsen für die Werkzeugwechselschlitten, die die zwei Bearbeitungsstationen seitlich anfahren, eingeführt. Ein Teil der Elektronik wurde direkt in die Verkleidung integriert, sodass fortan keine separaten Schaltschränke mehr erforderlich sind.


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IQ 01/2013
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