23. NOVEMBER 2017

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Viel Arbeit an der Akte


Netzbetrieb

Gelsenwasser Energienetze nutzt zur rechtsicheren Instandhaltung seiner Gasdruck Regel- und Messanlagen eine Software. Basis bildet die Anlagen-Dokumentation. Bei manchen Betreibern liegt hier noch einiges im Argen.
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Das Energiewirtschaftsgesetz fordert für den Betrieb von Gas- und Stromversorgungsanlagen die Erfüllung personeller, wirtschaftlicher und technischer Maßnahmen, um eine sichere, möglichst preisgünstige und umweltverträgliche Energieversorgung zu gewährleisten.

Für Planung, Bau und Instandhaltung dieser Anlagen sind die Anforderungen in mehreren Regelwerken definiert. Diese stellen hinsichtlich der Dokumentation und Instandhaltung hohe Anforderungen an die Betreiber. Die Dokumentation muss während der gesamten Betriebszeit der Anlage vom Betreiber auf dem aktuellen Stand gehalten werden und jederzeit den verantwortlichen Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Gelsenwasser Energienetze zum Beispiel betreibt Gasverteilnetze in sieben Netzgebieten. Innerhalb der jeweiligen Gebiete stellen Service-Center den zuverlässigen Betrieb der Netze und Anlagen sicher. Um diesen hohen Anspruch tagtäglich zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch ressourcen- und kostenbewusst zu agieren, entschieden sich die Verantwortlichen für die ›Zustandsorientierte Instandhaltung‹ aller Gasdruck Regel- und Messanlagen (GDRM).

Papierloses Arbeiten vor Ort

Dabei übernimmt das Softwaresystem ›K3V-Energiewirtschaft‹ die Dokumentation der Anlagen, die Planung, Steuerung und Überwachung der Termine sowie das Generieren und Archivieren der jeweiligen Instandhaltungsaufträge mit den spezifischen Prüfanweisungen streng nach DVGW-Regelwerken.

Die ›technischen Plätze‹ werden im SAP-PM Modul geführt und über eine Schnittstelle an das System übermittelt. Dieses übernimmt dann bis auf Sonderkundenebene alle weiteren Prozessschritte: Instandhaltungsplanung, Einsatzplanung, ausführen elektronischer Instandhaltungsaufträge, Archivierung der Protokolle und fortschreibende Dokumentation der Anlagen. Auch der Prüfgeräteeinsatz ist integriert.
Nach über zwei Jahren Praxis-Erfahrung mit dem System kann Omid Ravasani von Gelsenwasser Energienetze ein positives Resümee ziehen. Besonders das papierlose Arbeiten vor Ort sei eine erhebliche Erleichterung bei der Organisation des Tagesablaufes sowie der Maßnahmendurchführung und Maßnahmenprotokollierung.

Durch die softwaregesteuerte Abarbeitung der Instandhaltungsmaßnahmen wird die Qualitätssicherung sichergestellt. Dabei wird kein Arbeitsschritt, weder im Innendienst noch vor Ort an den Anlagen, mehrfach angepackt und/oder übertragen. Über K3V lassen sich die erforderlichen Maßnahmen klar vorgeben und zuordnen und die Ausführung und das Ergebnis der Arbeit als Protokoll zurückspielen. Somit ist die Anlagendokumentation kontinuierlich und lückenlos fortgeschrieben.

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem System und der Betreuung durch das Serviceteam der B.I.K. Anlagentechnik wurde in Gelsenkirchen auch für den Bereich Stromversorgung die Fachschale Strom geordert.


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IQ 01/2013
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