19. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Leckagen auf der Spur


Management

Druckluft - Der Druckluft- und Pneumatikspezialist Mader hat das Biotechnologie-Unternehmen Greiner Bio-One dabei unterstützt, Leckagen zu orten und die Druckluft-Leckagerate zu halbieren.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Die 60 Kunststoff-Spritzgussmaschinen der Greiner Bio-One GmbH im baden-württembergischen Frickenhausen laufen ohne Pause. Im Drei-Schicht-Betrieb – selbst an Sonn- und Feiertagen – produzieren sie Röhrchen, Petrischalen und andere Spezialprodukte für die Kultivierung und Analyse von Zell- und Gewebekulturen sowie Mikroplatten für das Hochdurchsatz-Screening. Eingesetzt werden die Produkte überwiegend an Universitäten, in Forschungsinstituten und in der diagnostischen, pharmazeutischen sowie in der biotechnologischen Industrie.

Die hohe Beanspruchung des Maschinenparks schlägt sich auch in der Leckagerate nieder. »Verschleiß ist das größte Problem und überwiegende Ursache für Druckluft-Leckagen in unserer Produktion«, sagt Ralf Hipp, zuständig für die Haustechnik und seit 2013 Energiemanagementbeauftragter am Standort Frickenhausen.
Ralf Hipp ermittelte in den ersten Jahren seiner Tätigkeit als Energiemanagementbeauftragter eine Leckagerate von rund 30 Prozent. »Das konnte so nicht bleiben. Wir beschlossen das Thema selbst in die Hand zu nehmen«, erinnert sich Ralf Hipp. »Wir kauften ein Leckageortungsgerät und legten los. Leider blieb es dabei. Entweder fehlte die Zeit oder das Wissen. Wir erreichten zwar kleinere Verbesserungen der Leckagerate, konnten diese aber nicht so deutlich senken, wie wir es uns zum Ziel gesetzt hatten«, erzählt der gelernte Elektriker.
Dann folgte ein Anruf von Stefanie Kästle, Leiterin Energieeffizienzmanagement bei Mader. Sie berichtete von den Dienstleistungen, die der Leinfeldener Druckluft- und Pneumatikspezialist neuerdings zur Verbesserung der Energieeffizienz anbietet. Beim Thema Druckluft-Leckagen wurde Ralf Hipp hellhörig. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Leckagerate in Frickenhausen rund 23 Prozent.
Kurze Zeit später erhielt Mader den Auftrag zur zweitägigen Leckageortung. Ein zweiköpfiges Mader-Team führte die Ortung bei laufendem Betrieb aus. Eingesetzt wurde ein Ultraschallmessgerät, mit dem die Leckagen nicht nur entdeckt, sondern auch wirtschaftlich bewertet werden können.
Insgesamt wurden 76 Leckagen mit einem Einsparpotenzial von 25.200 Euro gefunden. Die Leckagebeseitigung organisierte Ralf Hipp intern. Ein bis zwei Personen reparierten anhand der Leckage-Dokumentation des Mader-Teams, das neben Bildern auch eine Beschreibung des Leckageorts enthielt, die Leckagen. Mithilfe der Markierung durch Aufkleber und einer Nummer konnten die Leckagen eindeutig identifiziert und schließlich vom Reparatur-Team als beseitigt dokumentiert werden.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
IQ 02/2017
Unternehmen:
Bilder:
Quelle: Mader
Quelle: Mader

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren...

Der andere Blick

Der andere Blick

Studie Kraftwerksbetreiber und Industrie vergeben Instandhaltung oft an Externe. Welche Kriterien auftragsentscheidend sind, sehen beide Seiten aber unterschiedlich. » weiterlesen
ERP-Outsourcing

ERP-Outsourcing

Software Bereits seit über zehn Jahren betreibt der Fräsmaschinenhersteller Kunzmann seine betriebswirtschaftliche IT-Lösung von Abas im Rechenzentrum eines Dienstleisters und spart damit Kosten und Personal. » weiterlesen
Überwachen in Echtzeit

Überwachen in Echtzeit

Nach umfangreichen Feldversuchen bietet die Aerzener Maschinenfabrik jetzt für das gesamte bisherige und das aktuelle Programm die permanente Maschinenüberwachung ›Delta Real Time Monitoring‹. » weiterlesen
Neuausrichtung abgeschlossen

Neuausrichtung abgeschlossen

Mit dem Bezug des neuen Firmenhauptsitzes in Heidelberg hat die Bilfinger Maintenance GmbH die strategische Neuausrichtung der Maintenance-Gesellschaften in Deutschland abgeschlossen. » weiterlesen
Kluges Programm

Kluges Programm

Condition Monitoring - Mit seinem ›Machine Health Reporting‹-Programm unterstützt SKF kleine oder mittelständische Unternehmen bei der professionellen und periodischen Zustandsüberwachung und -analyse. » weiterlesen

i-Quadrat 2/2017

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben