21. OKTOBER 2017

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Pionierarbeit geleistet


Management

Industrie 4.0 - Mit seiner ›Initiative Industrie 4.0‹ begleitet der Wirtschaftsverband für Industrieservice WVIS seit Längerem verschiedene Mitgliedsunternehmen bei ihren erfolgreichen Geschäftsmodellen für Industrie 4.0.
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Industriebetrieben wie Industrieservice-Dienstleistern fehlen die Geschäftsmodelle für Industrie 4.0. Das ist ein Ergebnis der Studie »Industrie 4.0«, vor Kurzem vorgestellt von der Acatech Deutsche Akademie für Technikwissenschaften mit Sitz in München. Das Ergebnis mag für einige Bereiche der Industrie stimmen, global ist es dagegen nicht zu halten. Denn die Mitgliedsunternehmen des Wirtschaftsverbands für Industrieservice WVIS erarbeiten seit Längerem genau solche Geschäftsmodelle, und sie werden bereits erfolgreich genutzt.
Die gefühlte Leerstelle, dass im Kontext von Industrie 4.0 digitale Geschäftsmodelle fehlen, ist laut Studie einer von insgesamt drei genannten Bausteinen, die das Vorankommen von Industrie 4.0 in Deutschland derzeit noch bremsen. Als weitere Bremsschuhe wurden von den Studien-Teilnehmern Pioniergeist und Zugang zu Kapital genannt. Während Pioniergeist vor allem in den Unternehmen selbst zu suchen wäre, ist die Frage des Kapitals eine, die Banken, Investoren oder die Phantasie lösen können – Letztere, indem sich beispielsweise Konzepte adaptiert, die es bereits gibt.
»In unserer ›Initiative Industrie 4.0‹ begleiten wir seit Längerem Geschäftsmodelle mit Win-win-Charakter«, berichtet Dr. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des WVIS. »Die verschiedenen Leuchtturm-Projekte von Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes zeigen, wie diese Geschäftsmodelle in der Praxis funktionieren und wie sie für alle Seiten gewinnbringend genutzt werden können«, verweist Maaß auf erfolgreiche Pionierarbeit seiner Verbandsmitglieder.

Möglichkeiten im Bereich 3D-Druck

So hat beispielsweise die ETABO Energietechnik und Anlagenservice mit dem Projekt Etabo 4.0 den Bereich 3D-Druck aufgegriffen. Um seine Möglichkeiten auszuloten, hat das Unternehmen die Aufgabe an ein Team aus Mitarbeitern unter 30 Jahren übertragen, darunter Auszubildende, angehende Techniker und fertige Ingenieure. Gemeinsam haben die jungen Leute das Thema generativer Fertigungsverfahren aufgegriffen und gelöst: Binnen weniger Monate waren sie in der Lage, reale Bauteile mit Hilfe des eigens angeschafften 3D-Druckers zu produzieren.
Ihr Fertigungslabor wäre auch im Industriealltag einsatzfähig und zeigt, dass bereits in sehr kurzen Zeitfenstern erfolgreiche Geschäftsmodelle marktreif ausentwickelt werden können. Zudem schlug ETABO mit der Initiative drei Fliegen mit einer Klappe: Der Projekterfolg beantwortet die Frage, wie die Anforderungen von Industrie 4.0 gemeistert werden können, er liefert Perspektiven für die Überwindung des Fachkräftemangels und schafft Beschäftigungsperspektiven für die Generation Z.
Ein anders Feld hat Bilfinger Maintenance gewählt. Der Industrieservice-Dienstleister hat seit Anfang 2015 eine speziell entwickelte App für Smartphones und Tablet-Computer eingeführt, mit der sich Instandhaltungsarbeiten auch von unterwegs und onsite dokumentieren lassen. Die mobile Lösung erhöht die Qualität der Dokumentation und zugleich stellt sie sicher, dass Arbeiten auch vereinbarungsgemäß ausgeführt werden.


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IQ 02/2016
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