22. AUGUST 2017

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Systemverkabelung - Im belgischen Werk des Chemiekonzerns Trinseo hat Phoenix Contact ein über 30 Jahre altes Leitsystem durch ein durchdachtes Systemverkabelungskonzept ersetzt.
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Heute sind Kunststoffe aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob es sich um Konsumgüter des täglichen Gebrauchs, wie Fernseh- oder Haushaltsgeräte, oder um Industrieelektronik handelt: Ohne moderne Werkstoffe lassen sich diese Waren nicht ansprechend und funktional verpacken. Als führendes, international tätiges Werkstoff-Unternehmen bietet Trinseo seinen Kunden daher eine große Auswahl an Kunststoffen, Latex und Synthesekautschuk. Die Materialien finden in vielen Branchen Anwendung. Neben den schon erwähnten Haushaltsgeräten seien Automobile, das Bauwesen, Teppiche und Kunstrasen, Konsumgüter, Unterhaltungselektronik, Geräte der Informationstechnologie, Elektrik und Beleuchtung, Medizin, Verpackungen, Papier/Pappe/Karton, Blech- und Profilextrusionen sowie Kautschukprodukte und Reifen genannt.

Leittechnik unerlässlich

Trinseo, das bis 2010 zur Dow Chemical Company gehörte, produziert weltweit an 19 Standorten in 14 Ländern. Der luxemburgische Chemiekonzern mit Sitz in Luxemburg-Stadt und Verwaltungssitz in Berwyn bei Philadelphia hat 2014 einen Umsatz von 5,13 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.
Dabei konzentriert sich Trinseo Plastics auf spezialisierte Polymer-Lösungen. Die Produktpalette umfasst eine Vielzahl an thermoplastischen Harzen. Dazu zählen Materialien aus Polykarbonat, technischen Polymeren, ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), Polystyrol und Styrol-Acrylnitril. Am Standort im belgischen Tessenderlo wird Polystyrol hergestellt. Kritischer Bestandteil einer Polystyrol-Fertigungsanlage ist ein Rührkesselreaktor, in dem Styrol und Polybutadien polymerisiert werden.
Der Energieversorger liefert die notwendige Spannung bereits über redundante Grids, da ein während des Produktionsprozesses auftretender Stromausfall den Rührreaktor irreversibel zerstören könnte. Die noch unfertige Rezeptur würde im Reaktor erstarren und diesen so unbrauchbar machen.
Der aus einem solchen Szenario resultierende wirtschaftliche Schaden, der nicht nur die Anlage selbst betrifft, wäre erheblich. Denn Trinseo könnte den Ausfall einer jährlichen Fertigungskapazität von 260.000 Tonnen kurzfristig nicht kompensieren. Vor diesem Hintergrund erweist sich eine moderne und zuverlässige Leittechnik als unerlässlich für einen reibungslosen Betrieb der Anlage.

Feldverdrahtung beibehalten

Die bisher in den Produktionsanlagen von Trinseo eingesetzte Steuerungstechnik wurde 1984 in Betrieb genommen. Als absehbar war, dass die Ersatzteil-Versorgung nicht mehr lange aufrechterhalten werden kann, haben sich die Verantwortlichen für eine Modernisierung entschieden. Im Zuge dieser Optimierung wird das bis dato verwendete Leitsystem an allen Standorten des Unternehmens ausgetauscht. Der verantwortliche Global Process Control Engineer Wim van Drongelen wurde mit der Planung für die Modernisierung des Leitsystems betraut. Gemeinsam mit den Systemverkabelungsspezialisten von Phoenix Contact hat er ein tragfähiges Lösungskonzept erarbeitet und umgesetzt.
Ein zukunftssicherer Ansatz muss gemäß den Verantwortlichen bei Trinseo folgende Anforderungen erfüllen:

- Beibehaltung der existierenden Feldverdrahtung,
- schnelle Umstellung der einzelnen Standorte,
- Reduzierung der erforderlich I/O-Tests,
- Realisierung einer Null-Fehler-Strategie,
- Minimierung der Umrüstkosten.


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IQ 02/2016
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