23. MÄRZ 2017

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Smart und effizient


Management

Remote Maintenance - Ein Beispiel von GiS und Bitnamic verdeutlicht, welche Vorteile die Verknüpfung von Enterprise-Asset-Management- und Remote-Maintenance-Systemen für Wartung und Instandhaltung liefert.
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Der globale Markt und die zunehmende Komplexität von Maschinen, Anlagen und Investitionsgütern stellen Unternehmen vor große Herausforderungen, denn Stillstandzeiten, egal in welchem Industriezweig, vereiteln die Wertschöpfung.Der Kompressorenhersteller Kaeser etwa rechnet bei vielen Kunden nach Kubikmetern erzeugter Druckluft ab. Fällt ein Gerät aus, heißt das Produktionsausfall. Es liegt also im Interesse des Herstellers und Kunden, Störungen schnell und kompetent, je nach Service Level Agreement und Kritikalität, zu beheben oder diese im besten Falle mittels präventiver und voraussagender Instandhaltung (Predictive Maintenance) zu vermeiden. Hier sind Experten gefragt, die Schadensbilder und Produktivdaten bewerten, um die richtigen Maßnahmen einleiten zu können. Weltweit agierende Firmen stationieren daher Mitarbeiter in ausländischen Standorten oder lassen Experten anreisen. Dies bringt einige Nachteile mit sich. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist abhängig von Faktoren wie Entfernung, Einreisebestimmungen oder Verfügbarkeit. Durch das Einfliegen oder Stationieren von Experten entstehen hohe Kosten. Die tatsächliche Notwendigkeit eines Experten ist unklar. Die asynchrone Kommunikation zwischen Technikern vor Ort und Experten in der Ferne birgt das Risiko von Missverständnissen und Verzögerungen (zum Beispiel sprachlich oder durch verschiedene Zeitzonen bedingt).

Fehlereingrenzung

Optimale Fehlereingrenzung und Behebungsanweisung erfordern die Betrachtung aller relevanten Informationen zum betroffenen Bauteil. Enterprise-Asset-Management-Lösungen halten im Idealfall entsprechende Informationen zu den folgenden Fragen vor: Welche Service Requests/Tickets sind gegenwärtig offen? Welche Störungen wurden in der Vergangenheit bearbeitet? Was war die Ursache für diese Störung? Wie wurde die Störung behoben? Muss die Reparatur vom Hersteller durchgeführt werden? Folgende Anforderungen ergeben sich daraus für eine holistische, technologisch innovative Service-Lösung, die Wartungsprozesse im Sinne der Industrie 4.0 effizient unterstützt:
- Audio- und Videoübertragung in Echtzeit,
- Erstellen von Einzelbildern aus dem Video
- Dokumentation von Service-Sitzungen in Bild und Ton
- Unterstützung von Commercial-off-the-shelf-Hardware (Smartphones, Tablets, Laptops, PCs, Datenbrillen, hochauflösende Mini-Kameras)
- browserbasiert
- Fernsteuerung von Messinstrumenten oder angeschlossenen Diagnose-PCs
- Service-Sitzungen mit mehreren Teilnehmern
- Austausch von Dateien und Dokumenten (Konfigurationsdateien, Manuals, Stücklisten, Job Plans, CAD-Zeichnungen)
- Zugriff auf alle relevanten Daten inklusive historischer Daten
- vorausschauende Analyse der Fehlereintrittswahrscheinlichkeit inklusive autonomer Meldung an den Experten
- gegebenenfalls Integration von ERP-Systemen zum Beispiel zum Abgleich von Verfügbarkeiten von Ressourcen
- Kooperation von EAM und Remote-Communication

In diesem Bezugsrahmen entwickeln das Technologieunternehmen Bitnamic und das Beratungs- und Systemhaus GiS Gesellschaft für integrierte Systemplanung eine ganzheitliche Service-Lösung, die sämtliche oben genannten Facetten der Instandhaltung berücksichtigt.


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IQ 02/2016
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