30. SEPTEMBER 2016

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Viele ungenutzte Potenziale bei der Lagerwartung


Ausfallzeiten bei ihren Anlagen sind für Intralogistiker ein absolutes No-Go. Das geht aus der aktuellen Studie „Lager-Wartung: Zustand, Strategien, Potenziale“ des Instandhaltungsdienstleisters Telogs hervor.
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Mehr als 80 Prozent der rund 100 befragten Unternehmen räumen der Anlagenverfügbarkeit bei der Planung der Wartung die höchste Priorität ein. Zwischen dem Anspruch und der Wirklichkeit klafft jedoch eine Lücke: Denn mit dem technischen Zustand ihrer Lager- und Fördertechnik ist nur rund die Hälfte der Studienteilnehmer zufrieden – und lebt mit dem Risiko potenzieller Störfälle. Dabei ließe sich dieses durch vorausschauende Wartung und ein funktionierendes Ersatzteilmanagement deutlich reduzieren. Das größte Potenzial für mehr Zufriedenheit im Lager liegt laut der Studie in einer adäquaten Beratung durch das zuständige Instandhaltungsunternehmen.

Deutsche Logistikdienstleister und Unternehmen mit eigenem Lager räumen dem störungsfreien Betrieb der eigenen Logistikanlage mit 81 Prozent die höchste Priorität bei der Wartung ein. Für 55 Prozent ist auch der Service „sehr wichtig“, bei den Kosten sind es 35 Prozent. „Dieses Ergebnis zeigt, dass die Bedeutung von Wartung und Instandhaltung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens in den Köpfen angekommen ist“, kommentiert Andreas Siede, Leiter Technischer Service bei Telogs. „Denn eine regelmäßige Wartung spart am Ende auch Kosten. Schließlich geht jeder Stillstand mit wirtschaftlichen Einbußen für den Anlagenbetreiber einher.“ Damit trägt eine effiziente Wartung von Logistikanlagen spürbar zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bei. Doch gerade hier sind noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft: Laut der Studie des Instandhaltungsdienstleisters sind nur 16 Prozent der Befragten mit dem technischen Zustand ihrer Anlagen „sehr zufrieden“. Rund ein Drittel ist dagegen weniger zufrieden.

Unternehmen wünschen sich mehr Beratung

Ursache für die Unzufriedenheit ist aber nicht die Durchführung der Wartung: Wer den allgemeinen Zustand seiner Lager- und Fördertechnik bemängelt, fühlt sich meist schlecht beraten. Das geht aus den Zahlen zur Zufriedenheit mit der aktuellen Wartung hervor. Etwa 60 Prozent der Teilnehmer, die den technischen Zustand ihrer Anlagen für verbesserungswürdig halten, geben auch der Beratung und Betreuung sowie den Optimierungsvorschlägen durch den zuständigen Service-Dienstleister schlechte Noten. Mit der fachgerechten Durchführung der Wartung sind hingegen fast 90 Prozent der Befragten „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“.

Auch die Faktoren Termin- und Ressourcenplanung sowie Termintreue liegen mit 73 bzw. 81 Prozent auf der Zufriedenheitsskala weit oben. „Diese Zusammenhänge zeigen, dass eine professionelle und termingerechte Durchführung allein für gute Wartung nicht ausreichend ist“, fasst Andreas Siede zusammen. „Gerade in unserer serviceorientierten Gesellschaft sind es oft auch so genannte weiche Faktoren, die am Ende den Ausschlag für die Kundenzufriedenheit geben.“


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15.09.2014
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