29. AUGUST 2016

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Optimistische Branche


Studie

Die 15 führenden Industrieservice-Unternehmen in Deutschland haben 2013 laut Lünendonk-Studie ein geringeres Umsatzwachstum verzeichnet als im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen sie mit einem Umsatzwachstum von 4,4 Prozent.

Nach durchschnittlich 2,3 Prozent im Jahr 2012 sind die Top 15 Industrieservice-Unternehmen (IS) im Inland 2013 nur um 1,1 Prozent gewachsen. Damit verfehlen sie ihre im Vorjahr für das Jahr 2013 gesteckten Ziele deutlich. Danach hatten sie im Durchschnitt eine Steigerung des Inlandsgeschäfts um 5,7 Prozent prognostiziert.

Für das laufende Geschäftsjahr 2014 rechnen die führenden IS-Anbieter hingegen mit einem Umsatzwachstum von 4,4 Prozent. Das sind erste Ergebnisse der Lünendonk-Liste und -Studie 2014 ›Führende Industrieservice-Unternehmen in Deutschland‹, die das Marktforschungsunternehmen Lünendonk erstellt hat.

»Besonders die Energiewende bewerten viele Dienstleister als Risiko für das Zukunftsgeschäft, weil Kunden ins Ausland abzuwandern drohen«, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk. »Zusätzlich bleibt das Finden von qualifiziertem Personal auf allen Ebenen ein Schlüsselfaktor, um sich perspektivisch in einem umkämpften Markt behaupten zu können.« Im Jahr 2013 beschäftigten die Top 15 im Inland gut 46000 Mitarbeiter, rund 1000 mehr als noch 2012.

Die Lünendonk-Studie ›Führende Industrieservice-Unternehmen in Deutschland‹ wird traditionell durch ein Ranking der 15 nach Inlandsumsatz größten Anbieter komplettiert. In dieser Lünendonk-Liste werden nur diejenigen Unternehmen aufgenommen, die folgende Kriterien erfüllen: Mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes müssen mit Instandsetzung und Wartung erbracht und mindestens zwei Drittel des Umsatzes mit externen Aufträgen generiert werden.

Branchenprimus bleibt Bilfinger SE mit dem Segment Industrial. Der Konzern führt mit 841 Millionen Inlandsumsatz (+4,5 Prozent) in diesem Geschäftsfeld nach wie vor die Lünendonk-Liste an. Darüber hinaus vergrößerte Bilfinger SE auch den Abstand auf die zweitplatzierte Wisag Industrie Service auf 196 Millionen Euro.

Noch stärker wuchs jedoch Bilfingers Auslandsgeschäft. Der Gesamtumsatz konnte von 3,7 auf knapp 4,0 Milliarden Euro (7,0 Prozent) gesteigert werden, was die hohe Bedeutung des internationalen Geschäfts für den gesamten Bilfinger-Konzern dokumentiert.

»Insgesamt haben sechs der 15 Branchenführer im Jahr 2013 geringere Inlandsumsätze erzielt als noch 2012«, so Hossenfelder. »Dies deutet zwar auf ein umkämpftes Marktumfeld hin, ist jedoch nicht zwingend auf eine schwächere Performance der Dienstleister zurückzuführen. Das Jahr 2013 war auch geprägt durch Umstrukturierungs- und Konsolidierungsmaßnahmen der einzelnen Unternehmen.« Insgesamt erzielten die 15 führenden Industrieservice-Unternehmen im Jahr 2013 einen Inlandsumsatz von 3,9 Milliarden Euro.

www.luenendonk.de

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IQ 02/2014
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