04. DEZEMBER 2016

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Teilwartung ermöglicht


Arealnetz-Wartung

Die Instandhaltung firmeneigener Gasnetze ist für viele Industrieunternehmen Nebensache. Dass es sich lohnt, die vorhandene Infrastruktur auf Vordermann zu bringen, zeigt der Pigment-Hersteller Kronos Titan im Werk Nordenham.
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Das Chemieunternehmen Kronos Titan hat sich vor einigen Jahren entschieden, das Gasnetz auf dem Firmengelände in Nordenham im Hinblick auf eine vereinfachte Instandhaltung zu modernisieren und die zugehörige Dokumentation zu vereinheitlichen. Auf dem Areal produziert die Firma seit 1969 Titanoxid-Weißpigment und Eisensulfate im Drei-Schicht-Betrieb. Um die hierfür benötigten Dampfkessel, Drehrohröfen und Trockner zu beheizen, fließt Erdgas durch das werkseigene Verteilnetz. Einzelne Produktionsbereiche haben einen Bedarf von rund 5000 m³ pro Stunde.

Optimierungsmöglichkeiten

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das betreffende System stetig erweitert und verschiedene Planungsabteilungen haben die Ausbauprojekte dokumentiert. Die Instandhaltung oblag mehreren Bereichsverantwortlichen. »Die Unterlagen für die verschiedenen lokalen Einheiten unseres Arealnetzes waren zwar vorhanden, uns fehlte aber ein Gesamtüberblick«, erinnert sich Daniel Jochens, der bei Kronos Titan mit dem Modernisierungsprojekt betraut war.

Die Verantwortlichen suchten deshalb nach Partnern für die Bestandsaufnahme, die Identifizierung von technischen und organisatorischen Optimierungsmöglichkeiten sowie für die Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Aufgrund einer Empfehlung entschied man sich für eine Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro nPlan und dem Anlagenbauer CeH4 Technologies aus Celle. Beide Firmen hatten zuvor schon mehrfach erfolgreich bei ähnlichen Projekten zusammengearbeitet. »Die Kombination aus nPlan als verantwortlichem Planungs- und Dokumentationsbüro und CeH4 Technologies als ausführendem Fachunternehmen erschien uns ideal, weil uns beide Firmen im Vorgespräch überzeugen konnten«, sagt Jochens.

Nachdem der Anlagenbauer die initiale Überprüfung der verschiedenen Regler und Rohrleitungen auf dem Gelände 2010 abgeschlossen hatte, startete das Ingenieurbüro im Folgejahr mit einer umfassenden Bestandsaufnahme. Dabei wurden sowohl Fließbilder der Gesamtanlage als auch Stücklisten der bis dahin verbauten Teile erstellt. Die historisch gewachsenen Leitungsverläufe zu erschließen und zu überblicken, war dabei eine besondere Herausforderung. Im Rahmen dieses Projekts erfolgte auch eine Bewertung der einzelnen Betriebsmittel, auf deren Basis die Planer Handlungsbedarfe identifizierten und entsprechende Empfehlungen aussprachen. Für alle Anlagenbereiche wurden zudem DVGW-konforme Dokumentationsordner erstellt.


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IQ 02/2013
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